QUELLE: Search Engine Roundtable
Veröffentlicht: 2026-05-27
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min
Was ist passiert?
Die Europäische Union erwägt eine hohe Geldbuße gegen Google wegen Bevorzugung eigener Dienste in den Suchergebnissen. Zudem testet Google erweiterte Anzeigenformate im KI-Modus und neue Funktionen für Merchant Center und Unternehmensprofile.
Die Fakten
- EU-Geldbuße: Die EU könnte Google mit einem Betrag im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bestrafen, da Google seine eigenen Services in den Suchergebnissen bevorzugt. Search Engine Roundtable berichtet über die drohende Strafe.
- Shopping Ads mit KI: Google testet neue Stile für Shopping Ads im KI-Modus. Bisher wurden bereits Conversational Discovery Ads und Highlighted Answer Ads eingeführt.
- Erweiterte Shopping Ads: Google testet, dass Shopping Ads beim Überfahren mit der Maus größer werden und sich ausdehnen. Im März gab es bereits ähnliche Tests für andere Google-Anzeigenformate.
- Conversational Attributes: Google Merchant Center erhält „Conversational Attributes“, die es ermöglichen, Produktbeschreibungen an die Art und Weise anzupassen, wie Nutzer heutzutage suchen – also konversationeller.
- Google Business Profile: Die Anzahl der Aufrufe von Fotos und Videos in Google Business Profiles wird nun angezeigt, was Betreibern hilft, die Performance ihrer Inhalte zu analysieren.
Was bedeutet das für Dich?
- Überprüfe Deine Rankings: Achte auf Veränderungen in Deinen Rankings, insbesondere für Keywords, bei denen Google-eigene Services konkurrieren.
- Optimiere Produktbeschreibungen: Nutze die neuen „Conversational Attributes“ in Google Merchant Center, um Produktbeschreibungen natürlich und an die Suchanfragen anzupassen.
- Analysiere Medienperformance: Untersuche die Aufrufzahlen von Fotos und Videos in Deinem Google Business Profile, um zu sehen, welche Inhalte am besten ankommen.
- Teste Anzeigenformate: Beobachte die Performance der neuen Shopping Ad Formate und passe Deine Strategie entsprechend an.
- Bereite Dich auf mögliche Änderungen vor: Die bevorstehende Geldbuße könnte langfristig zu Veränderungen im Suchergebnis führen.
Experten-Meinung
„Die drohende Geldbuße zeigt, dass die EU die Wettbewerbspraktiken von Google immer genauer unter die Lupe nimmt,“ erklärt SEO-Experte Marcus Tandler. „Die Priorisierung eigener Dienste kann zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führen und die Auswahl für Nutzer einschränken.“ Der Fokus liegt nun auf der genauen Auslegung und Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA).
Daten und Zahlen
Laut internen Tests von Google verbrauchen Aufgaben, die über Antigravity erledigt werden, derzeit viele Tokens. Durch die Implementierung von Gemini 3.5 Flash (Low) können jedoch rund 45% weniger Tokens verbraucht werden. Dies zeigt Googles Bemühungen um Effizienzsteigerung bei KI-gestützten Prozessen.
Ausblick
Es wird erwartet, dass die EU in Kürze eine Entscheidung über die Geldbuße gegen Google treffen wird. Die Entwicklung der KI-gestützten Shopping Ads und Conversational Attributes wird weiter beobachtet. Es ist anzunehmen, dass Google die Integration von KI in die Suchergebnisse und Anzeigenformate weiter vorantreiben wird. Das Verständnis der Auswirkungen auf die organische Suche ist entscheidend. Behalte die Tägliche Suche: Forum-Zusammenfassung vom 27. April 2026 im Auge, um stets auf dem Laufenden zu bleiben.
Quellen
- Search Engine Roundtable – Tägliche Suche: Zusammenfassung Forum vom 26. Mai 2026