QUELLE: Search Engine Journal

Veröffentlicht: 2026-05-27
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min

Was ist passiert?

Eine aktuelle Analyse von HTTP Archive und Chrome UX Report (CrUX) zeigt deutliche Unterschiede in der Core Web Vitals (CWV) Performance verschiedener Content Management Systeme (CMS). Überraschenderweise korreliert das Seiten-Gewicht nicht immer direkt mit guten CWV-Werten.

Die Fakten

  • Duda führt das Ranking mit ca. 85% der Websites an, die eine „gute“ CWV-Bewertung erhalten. Der durchschnittliche Seitenumfang beträgt nur ca. 1,78 MB.
  • Wix belegt Platz zwei mit rund 80% „guten“ CWV-Bewertungen und einem durchschnittlichen Seitenumfang von 2,55 MB.
  • Shopify erzielt einen überraschend guten dritten Platz mit ca. 79% „guten“ CWV-Bewertungen, trotz eines hohen durchschnittlichen Seitenumfangs von 3,77 MB – der höchste Wert im Vergleich.
  • Astro erreicht ca. 67% „gute“ CWV-Bewertungen bei einem sehr geringen durchschnittlichen Seitenumfang von 1,65 MB.
  • WordPress liegt abgeschlagen auf dem letzten Platz mit nur ca. 49% der Websites, die eine „gute“ CWV-Bewertung erhalten, und einem durchschnittlichen Seitenumfang von 2,76 MB.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Analysiere Deine Core Web Vitals: Nutze Tools wie den PageSpeed Insights von Google (PageSpeed Insights), um die CWV-Werte Deiner Website zu überprüfen.
  2. Reduziere das Seiten-Gewicht: Optimiere Bilder, minimiere CSS und JavaScript und nutze Browser-Caching.
  3. Fokus auf Rendering: Achte auf Render-Blocking Ressourcen und optimiere die Reihenfolge, in der Inhalte geladen werden. Für WordPress-Nutzer bedeutet dies, ein Theme mit guter Performance zu wählen und unnötige Plugins zu vermeiden.
  4. Nutze ein CDN: Ein Content Delivery Network (CDN) kann die Ladezeiten für Besucher weltweit verbessern.
  5. Überprüfe die Implementierung von JavaScript: Reduziere unnötiges JavaScript und optimiere die Ausführung, um die Interaktivität zu verbessern.

Experten-Meinung

Die Daten zeigen, dass die reine Reduzierung des Seiten-Gewichts nicht immer ausreicht, um gute CWV-Werte zu erzielen. Shopify beweist, dass eine stabile Rendering-Umgebung und aggressive Optimierung durch CDN und Hosting eine hohe CWV-Performance ermöglichen können, selbst bei größeren Seiten.

Daten und Zahlen

Die Analyse basiert auf Daten aus dem Chrome UX Report (CrUX) und HTTP Archive. Der Vergleich umfasste sieben CMS-Plattformen, wobei die Daten global erfasst wurden, um ein breites Spektrum an Geräten und Internetverbindungen abzubilden. Der Lighthouse Audit Score variierte zwischen 68 (Astro) und 43 (Joomla).

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass Google die Core Web Vitals weiterhin als Rankingfaktor berücksichtigen wird. Zukünftige Analysen werden zeigen müssen, wie sich die Entwicklung neuer Technologien und Optimierungstechniken auf die CWV-Performance verschiedener Plattformen auswirken. Die Entwicklung von Frameworks wie KI-gestützten Optimierungstools könnte hierbei eine wichtige Rolle spielen.

Quellen

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