QUELLE: Search Engine Journal

Veröffentlicht: 2026-05-27
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min

Google beendet Display-Kampagnen: Fokus auf Demand Generation

Google stellt die eigenständigen Display-Kampagnen ein und verlagert die Verwaltung des Google Display Network (GDN) in den Demand-Gen-Workflow. Diese Umstellung stellt eine weitere Konsolidierung innerhalb von Google Ads dar und wird die Kampagnenstruktur und -optimierung für viele Werbetreibende grundlegend verändern.

Die Fakten

  • Einstellung der Standalone-Kampagnen: Ab Juni 2026 können keine neuen, eigenständigen Display-Kampagnen mehr erstellt werden.
  • Migrationszeitraum: Die Migration bestehender Kampagnen wird schrittweise bis in das Jahr 2027 erfolgen. Google bietet ein Migrationstool an, aber Kampagnen werden bei Inaktivität automatisch verschoben.
  • Zusätzliche Funktionen: Demand-Gen-Kampagnen bieten Funktionen, die in herkömmlichen Display-Kampagnen nicht verfügbar waren, darunter Karussell-Anzeigen, erweiterte Videoformate, Lookalike-Segmente, generative KI-Bildtools und Channel-Level-Reporting.
  • Erweiterte Bestandsaufnahme: Demand-Gen umfasst nun Bestandsflächen von Google Display Network, YouTube, Discover, Gmail und Google Maps.
  • Neue Gebotsoptionen: Werbetreibende erhalten Zugriff auf Target-CPC und Kampagnen-Totalbudgets als neue Gebotsstrategien.

Was bedeutet das für Dich?

Diese Änderung erfordert proaktives Handeln. Werbetreibende, die stark auf traditionelle Display-Kampagnen angewiesen sind, sollten folgende Schritte unternehmen:

  1. Bestandsaufnahme: Erstellen Sie eine vollständige Liste Ihrer aktuellen Display-Kampagnen, einschließlich aller Platzierungen, App-Ausschlüsse und Markenrichtlinien.
  2. Testen in Demand Gen: Beginnen Sie jetzt mit dem Testen von Display-Anzeigen innerhalb des Demand-Gen-Workflows. Replikieren Sie bestehende Kampagnenstrukturen und vergleichen Sie die Leistung.
  3. Platzierungsausschlüsse überprüfen: Überprüfen Sie Ihre Platzierungsausschlüsse sorgfältig, da diese in Demand Gen möglicherweise anders funktionieren. Sichern Sie Ihre Listen und seien Sie bereit, sie anzupassen.
  4. Berichterstattung anpassen: Machen Sie sich mit den neuen Berichtsfunktionen von Demand Gen vertraut. Die granulare Berichterstattung kann sich ändern.
  5. Budgetpacing prüfen: Überwachen Sie das Budgetpacing genau nach der Migration, um sicherzustellen, dass die Ausgaben wie erwartet verteilt werden.

Experten-Meinung

Die Konsolidierung spiegelt Google’s Strategie wider, das Angebot zu vereinfachen. “Google positioniert Demand Gen seit zwei Jahren als seinen primären Kampagnentyp für visuelle und discovery-basierte Werbung”, so Brooke Osmundson, Director of Growth Marketing at Smith Micro Software. “Viele Innovationen in Bezug auf kreative Formate, Zielgruppenansprache und Reporting landen zuerst in Demand Gen.” Die Verlagerung ist daher nicht überraschend.

Daten und Zahlen

Laut Google wird der Migrationsprozess bis Ende 2027 andauern, was eine umfangreiche Umstellung für viele Werbetreibende bedeutet. Die Anzahl der Nutzer, die das Google Display Network erreichen, beträgt über 1,5 Milliarden. Die Umstellung zielt darauf ab, diese Reichweite effektiver zu nutzen und gleichzeitig die Kontrollmöglichkeiten für Werbetreibende zu verbessern – was aber erst in der Praxis bewiesen werden muss.

Ausblick

Es ist wahrscheinlich, dass Google diesen Trend der Konsolidierung fortsetzen wird. Weitere Kampagnentypen, insbesondere im Bereich Video und YouTube, könnten in Zukunft in Demand Gen integriert werden. Werbetreibende sollten sich darauf einstellen, flexibel zu bleiben und sich an die sich ändernde Landschaft von Google Ads anzupassen. Die Beobachtung von Ranking-Volatilität und Performance-Änderungen ist entscheidend – ähnlich wie bei Google I/O Updates. Google I/O 2026: Suchranking-Volatilität und Updates.

Quellen

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