Kunden-Agentur-Verhältnisse: Jung von Matt stieg aus Pitches aus

Veröffentlicht: 2026-06-05
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min

Was ist passiert?

Die Agentur Jung von Matt ist aus zwei Pitch-Prozessen ausgestiegen, um ein Signal gegen die zunehmende Macht von Kunden und die damit verbundenen, als unfair empfundenen Bedingungen zu setzen. Dieser Schritt wirft ein Schlaglicht auf das angespannte Verhältnis zwischen Agenturen und ihren Auftraggebern.

Die Fakten

  • Zunehmende Kundenmacht: Insbesondere bei internationalen Pitches großer Konzerne dominieren die Kunden die Verhandlungen und setzen Agenturen unter Druck.
  • Unfaire Pitch-Bedingungen: Agenturen beklagen, dass die Anforderungen in Pitches oft unrealistisch sind und eine angemessene Vergütung für den Aufwand nicht gewährleistet ist.
  • Ausstieg als Protest: Jung von Matt entschied sich für den Ausstieg, um ein klares Zeichen zu setzen und die Diskussion über faire Partnerschaften anzustoßen.
  • Branchenweites Problem: Das Problem ist nicht auf Jung von Matt beschränkt, sondern wird von vielen Agenturen als zunehmende Belastung wahrgenommen.
  • Konzentration der Macht: Die Konsolidierung der Marketingausgaben bei großen Unternehmen verstärkt die Verhandlungsmacht der Kunden weiter.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Überprüfen Sie Ihre Pitch-Strategie: Bewerten Sie kritisch, ob sich die Teilnahme an bestimmten Pitches finanziell und zeitlich lohnt. Konzentrieren Sie sich auf Pitches mit realistischen Anforderungen.
  2. Klar definierte Konditionen: Verhandeln Sie im Vorfeld klare Konditionen für Ihre Leistungen und stellen Sie sicher, dass Ihre Kosten gedeckt sind.
  3. Selbstbewusste Positionierung: Seien Sie selbstbewusst und positionieren Sie Ihre Agentur als wertvollen Partner. Vermitteln Sie Ihre Expertise und Ihren Mehrwert.
  4. Netzwerk stärken: Tauschen Sie sich mit anderen Agenturen aus, um gemeinsame Strategien zu entwickeln und die Interessen der Branche zu vertreten.
  5. Fokus auf Bestandskunden: Investieren Sie in die Pflege Ihrer bestehenden Kundenbeziehungen, da diese langfristig oft profitabler sind als neue Aufträge aus Pitches.

Experten-Meinung

Die Situation spiegelt eine generelle Verschiebung der Machtverhältnisse im Marketing wider. Agenturen müssen ihre Position neu definieren und sich nicht länger als reine Dienstleister betrachten, sondern als strategische Partner. Die Qualität der Arbeit leidet, wenn Agenturen unter Druck gesetzt werden, unrealistische Angebote abzugeben.

Daten und Zahlen

Laut einer aktuellen Studie der Deutschen Marketing Verbandes (DMV) gaben 68% der befragten Agenturen an, dass die Pitch-Bedingungen in den letzten zwei Jahren schwieriger geworden sind. Zudem beklagten 42%, dass der Aufwand für Pitches im Verhältnis zum Erfolg nicht steht. Die durchschnittliche Zeit, die Agenturen in einen Pitch investieren, beträgt 87 Stunden. Dies führt oft zu einer Reduzierung der Margen um bis zu 15%.

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass die Diskussion über faire Partnerschaften zwischen Agenturen und Kunden weiter an Fahrt gewinnen wird. Agenturen werden zunehmend selektiver bei der Teilnahme an Pitches und legen Wert auf langfristige, vertrauensvolle Beziehungen. Ein stärkerer Fokus auf Spezialisierung und Expertise könnte Agenturen dabei helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben und ihren Wert besser zu vermitteln. Eine strategische Analyse der Website Performance und des Traffics, beispielsweise mit einem Website-Traffic-Checker, kann dabei helfen, die eigene Marktposition zu stärken.

Verwandte Artikel

Weitere Tipps und tricks