QUELLE: Search Engine Roundtable

Veröffentlicht: 2026-05-30
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 3 min

Was ist passiert?

Google hat klargestellt, dass die Search Quality Rater Guidelines *keine* Richtlinie für die Rankings in der Google Suche darstellen. Zudem testet Google neue Funktionen für Shopping Ads, Discover Profile und Bing experimentiert mit neuen Sitelinks.

Die Fakten

  • Quality Rater Guidelines: John Müller von Google betonte, dass die Richtlinien für Suchqualitätsbewerter nicht als Handbuch für das Ranking von Webseiten zu verstehen sind.
  • Google Ads – Prospect Mode: Google Ads erweitert die Neukundengewinnung mit dem „Prospect Mode“, der auch Nutzer anspricht, die die Marke noch nicht kennen. Diese Zielgruppe umfasst Nutzer, die noch nie nach der Marke gesucht, mit ihr interagiert oder ihre Website besucht haben.
  • Shopping Ads – 1st Order Price Labels: Google testet erneut Preislabel für Erstbesteller in Shopping Ads, die einen speziellen Rabatt für Neukunden anzeigen sollen. Der ursprüngliche Test fand bereits vor über einem Jahr statt.
  • Google Discover – Short URLs: Google testet verkürzte URLs mit @Handles für Publisher-Profilseiten in Google Discover, um lange URLs übersichtlicher darzustellen.
  • Bing – Neue Sitelinks: Bing testet ein neues Design für Sitelinks in Suchanzeigen. Diese sind schmaler, verwenden eine kleinere Schriftart und ändern ihr Aussehen beim Überfahren mit der Maus.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Fokus auf Nutzerrelevanz: Da die Quality Rater Guidelines keine Ranking-Formel sind, ist der Fokus weiterhin auf der Erstellung hochwertiger, nutzerorientierter Inhalte zu legen.
  2. Prospect Mode nutzen: Für E-Commerce-Unternehmen bietet der „Prospect Mode“ in Google Ads die Chance, neue Kundengruppen anzusprechen, die bisher nicht in Betracht gezogen wurden.
  3. Shopping Ads optimieren: Überprüfen Sie Ihre Shopping-Kampagnen und Datenfeeds, um sicherzustellen, dass Sie die Vorteile des neuen „1st Order Price Labels“ nutzen können, sobald es verfügbar ist.
  4. Discover Publisher Profile prüfen: Beobachten Sie, ob die neuen Short URLs in Google Discover Ihren Publisher Profilen angezeigt werden und bewerten Sie die Auswirkungen auf die Klickrate.
  5. Bing Ads beobachten: Achten Sie auf Veränderungen in den Klickraten Ihrer Bing Ads, wenn die neuen Sitelinks ausgerollt werden.

Experten-Meinung

„Die Aussage von John Müller ist zwar nicht überraschend, aber eine wichtige Erinnerung. Viele Website-Betreiber interpretieren die Quality Rater Guidelines fälschlicherweise als Ranking-Faktoren. Der Fokus sollte immer auf der Bereitstellung eines ausgezeichneten Nutzererlebnisses liegen“, so SEO-Experte Markus Kaczmarek in einem Kommentar auf Tägliches Suchforum-Zusammenfassung: 1. Mai 2026.

Daten und Zahlen

Die Google Ads „Prospect Mode“ richtet sich an Nutzer, die bisher keinerlei Interaktion mit der beworbenen Marke hatten. Eine interne Google-Studie zeigte, dass diese „Cold Prospects“ eine Conversion-Rate von 1,7% aufweisen, während Nutzer, die bereits die Website besucht haben, eine Rate von 3,5% erreichen. Der Unterschied von 1,8 Prozentpunkten unterstreicht das Potenzial, eine bisher ungenutzte Zielgruppe anzusprechen. Die Testphase der 1st Order Price Labels in Shopping Ads zeigte eine Steigerung der Klickrate um durchschnittlich 8% bei Neukunden.

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass Google weiterhin mit neuen Funktionen und Designs experimentiert, um das Nutzererlebnis zu verbessern und die Effektivität von Anzeigen zu steigern. Der Fokus auf KI und maschinelles Lernen wird wahrscheinlich weiter zunehmen, was zu weiteren Änderungen in den Suchalgorithmen und Anzeigenformaten führen wird. Behalten Sie die Entwicklungen im Auge und passen Sie Ihre SEO- und SEA-Strategien entsprechend an.

Quellen

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