Veröffentlicht: 2026-09-22
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 3 min
Was ist passiert?
Der Crawl-Statistiken-Bericht in der Google Search Console weist eine Datenlücke auf. Für den 15. September fehlen die entsprechenden Einträge über die Crawling-Aktivitäten. Dieses Problem betrifft alle Search Console Profile unabhängig von der Website-Größe oder dem Standort.
Die Fakten
Der Befund zeigt eine systematische Lücke in der Berichterstattung von Google. Folgende Punkte beschreiben den aktuellen Zustand:
- Die Daten für den 15. September fehlen im Bericht der Crawl-Statistiken.
- Je nach Zeitzone kann der Ausfall bei einzelnen Nutzern einen Tag später sichtbar sein.
- Das Problem ist global und betrifft alle Search Console Profile.
- Es handelt sich um einen Fehler im Reporting von Google und nicht um ein technisches Problem der betroffenen Websites.
- Ähnliche Ausfälle traten bereits in der Vergangenheit auf, unter anderem im November 2021, Februar 2022, Mai 2022 und Oktober 2025.
Was bedeutet das für Dich?
Diese Meldung betrifft SEOs und Webmaster, die die Crawl-Budgets und die Indexierungseffizienz ihrer Seiten über die Search Console überwachen. Wer seine Strategie nicht auf täglichen Crawl-Daten aufbaut, ist von diesem Fehler nicht betroffen.
- Prüfen Sie Ihre Crawl-Statistiken für den Zeitraum um den 15. September. Wenn die Daten fehlen, markieren Sie diesen Tag in Ihren internen Tracking-Dokumenten als „Google-Reporting-Fehler“. Der Aufwand ist gering, da nur ein Blick in die Search Console nötig ist.
- Vergleichen Sie die Fehlermeldungen in der Search Console mit Ihren eigenen Server-Logs. Wenn die Server-Logs Anfragen von Googlebot am 15. September verzeichnen, die Search Console diese aber nicht anzeigt, ist die Bestätigung erbracht, dass das Crawling stattfand. Dieser Abgleich ist zeitintensiv, da Server-Logs manuell oder über externe Tools analysiert werden müssen.
- Ignorieren Sie kurzfristige Trends oder gefühlte Einbrüche in der Indexierungsgeschwindigkeit für diesen spezifischen Zeitraum. Die Validierung erfolgt, sobald Google die Datenlücke schließt und die Werte im Bericht wieder erscheinen. Der Aufwand beschränkt sich auf die bewusste Entscheidung gegen überstürzte Optimierungsmaßnahmen.
Für kleine Websites
Betreiber kleiner Seiten sollten keine Zeit in die Fehlersuche investieren. Da die Datenlücke global ist, gibt es keine individuellen technischen Maßnahmen, die das Fehlen der Daten in der Konsole beheben könnten.
Für große Websites und Enterprise-SEO
Bei Projekten mit Millionen von URLs sind Server-Logs die einzige verlässliche Quelle. Nutzen Sie diese, um sicherzustellen, dass das Crawl-Budget trotz der fehlenden Anzeige in der Search Console korrekt genutzt wurde.
Wenn Sie nichts unternehmen, passiert faktisch nichts. Es gibt keinen negativen Einfluss auf das Ranking oder die tatsächliche Indexierung der Seiten, da nur die Darstellung der Daten gestört ist.
Experten-Meinung
Die aktuelle Datenlücke ist kein neues Phänomen, sondern folgt einem bekannten Muster. Google zeigt hier erneut, dass die Reporting-Tools der Search Console nicht mit der Zuverlässigkeit von Echtzeit-Systemen arbeiten. Die Tatsache, dass Ausfälle bereits im November 2021 und in weiteren Zeiträumen auftraten, ordnet diesen Vorfall als wiederkehrenden Bug ein. Es ist eine Erinnerung daran, dass SEO-Analysen niemals auf einer einzigen Datenquelle basieren sollten. Wer auf Server-Logs verzichtet, ist bei solchen Vorfällen blind, auch wenn die tatsächliche Indexierung im Hintergrund meist ungestört weiterläuft.
Daten und Zahlen
Der Fehler betrifft konkret den 15. September. Historisch gesehen ist dies kein Einzelfall. Die Dokumentation zeigt, dass ähnliche Lücken in den Jahren 2021 und 2022 auftraten, konkret im November 2021, Februar 2022 und Mai 2022. Ein weiterer Vorfall wird für Oktober 2025 vermerkt. Die Wiederholung dieser Fehler über mehrere Jahre hinweg belegt eine Instabilität im Reporting-Modul der Crawl-Statistiken, während die Datenwiederherstellung in der Vergangenheit die Regel war.
Ausblick
Es ist zu erwarten, dass Google die fehlenden Daten für den 15. September zeitnah nachträglich einspielt, wie es bei den genannten Vorfällen aus 2021 und 2022 der Fall war. Es gibt keinen Hinweis auf eine dauerhafte Änderung der Datenbereitstellung. SEOs sollten den Bericht in den kommenden Tagen beobachten, ohne technische Anpassungen an der Website vorzunehmen.