Veröffentlicht: 2026-09-25
Autor: Marcel Christen | Seoholics
Lesezeit: 4 min
Was ist passiert?
Google hat die Dokumentation für strukturierte Videodaten aktualisiert. Strukturierte Daten sind standardisierte Code-Schnipsel, die Suchmaschinen helfen, Inhalte präzise zu verstehen. Die Neuerungen betreffen die Eigenschaften Creator und interactionStatistic im VideoObject.
Die Fakten
- Google unterstützt nun die Creator-Property in den Video-Strukturdaten. Die Creator-Property gibt an, wer das Video erstellt hat.
- Die Dokumentation stellt klar, dass auch die Author-Property unterstützt wird. Diese Eigenschaft nennt den Verfasser des Inhalts.
- Die Eigenschaft interactionStatistic wurde aktualisiert. Diese Property gibt statistische Daten über die Interaktion mit dem Video aus.
- Google hat die unterstützten Interaktionstypen für diese Statistiken präzisiert. Damit wird definiert, welche Arten von Nutzerreaktionen gültig sind.
- Die Änderungen wurden direkt in der offiziellen Dokumentation für VideoObject-Daten veröffentlicht. Diese dienen als technische Anleitung für Webmaster.
Was bedeutet das für Dich?
Diese Nachricht betrifft alle Betreiber, die Videos direkt auf ihrer Website einbinden. Sie ist besonders relevant für Publisher und Shops mit Produktvideos. Wer Videos nur über externe Plattformen wie YouTube einbettet, ohne eigene Strukturdaten zu nutzen, ist nicht betroffen.
Für kleine Websites
- Überprüfe dein Video-Schema auf die Eigenschaft Author. Du fügst den Namen des Erstellers in den Code ein. Du erkennst den Erfolg an einem grünen Haken im Test-Tool für strukturierte Daten. Der Aufwand ist gering und dauert wenige Minuten pro Video. Es kann schiefgehen, wenn du den Namen inkonsistent schreibst. Google könnte den Urheber dann nicht eindeutig zuordnen.
- Implementiere die Creator-Property für deine Videos. Du definierst damit die Person oder Organisation, die das Video produziert hat. Die korrekte Umsetzung zeigt sich in der Fehlerfreiheit der Google Search Console. Der Aufwand ist gering. Ein Fehler passiert, wenn du die Property mit der Author-Property verwechselst. Beides ist möglich, sollte aber präzise definiert sein.
- Prüfe die interactionStatistic auf aktuelle Typen. Du hinterlegst dort Daten wie die Anzahl der Aufrufe. Eine korrekte Anzeige erfolgt, wenn die Daten in den Suchergebnissen als Rich Snippets erscheinen. Rich Snippets sind erweiterte Suchergebnisse mit Zusatzinfos. Der Aufwand ist moderat. Wenn du falsche Interaktionstypen nutzt, ignoriert Google die Daten komplett.
Für Onlineshops
- Nutze die Creator-Property für deine Produktvideos. Du hinterlegst hier deine Marke als Ersteller. Der Erfolg ist sichtbar, wenn deine Marke in der Video-Suche korrekt zugeordnet wird. Der Aufwand ist bei vielen Produkten hoch. Wenn du ein Plugin nutzt, musst du prüfen, ob dieses die neue Property unterstützt. Ein veraltetes Plugin schreibt die Daten falsch in den Code.
- Aktualisiere die interactionStatistic für deine Video-Bewertungen. Du gibst die Anzahl der Interaktionen an. Das wirkt, wenn Nutzer in den Suchergebnissen die Beliebtheit des Videos sehen. Der Aufwand ist mittel, da die Daten oft dynamisch aus der Datenbank kommen. Ein Fehler entsteht durch falsche Datentypen. Google erwartet Zahlenwerte und keine Texte in diesem Feld.
- Verknüpfe Author und Creator konsistent über alle Produktseiten. Du stellst sicher, dass die Urheberschaft überall gleich benannt ist. Die korrekte Indexierung in der Search Console bestätigt dies. Der Aufwand ist hoch bei großen Sortimenten. Schiefgehen kann es durch Tippfehler in den Namen. Unterschiedliche Schreibweisen führen zu einer Aufsplitterung der Urheber-Identität.
Wenn du nichts unternimmst, fehlen Google präzise Informationen über die Urheberschaft deiner Videos. Das kann die Sichtbarkeit deiner Inhalte in der Video-Suche langfristig verschlechtern.
Experten-Meinung
Die Aktualisierung zeigt den Trend zu mehr Transparenz. Google möchte genau wissen, wer Inhalte erstellt. Die Einführung der Creator-Property stärkt das Konzept von E-E-A-T. Dieser Begriff steht für Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Durch die präzisen interactionStatistic-Daten kann Google zudem die Relevanz eines Videos besser bewerten. Es geht nicht mehr nur um den Inhalt. Auch die Reaktion der Nutzer wird ein technischer Faktor. Wer diese Daten sauber liefert, signalisiert Professionalität. Fehlerhafte Implementierungen führen jedoch oft zu Warnungen in der Search Console. Diese Warnungen verhindern zwar selten das Ranking, mindern aber die Chance auf attraktive Rich Snippets.
Daten und Zahlen
Der Quelltext enthält keine spezifischen statistischen Werte oder Prozentangaben. Es werden lediglich zwei technische Neuerungen benannt. Die Creator-Property und die Author-Property wurden ergänzt. Die interactionStatistic wurde in ihrer Definition präzisiert. Der Vergleich zwischen der aktuellen und der archivierten Dokumentation belegt diese Änderungen. Es gibt keine quantitativen Aussagen über die Steigerung der Sichtbarkeit durch diese Maßnahmen. Die Wirkung ist qualitativ zu bewerten. Eine korrekte technische Umsetzung führt zu einer besseren Kommunikation zwischen Website und Suchmaschine.
Ausblick
Google wird die Anforderungen an strukturierte Daten weiter verschärfen. Die präzisere Zuordnung von Urhebern ist ein erster Schritt. Es ist wahrscheinlich, dass Interaktionsdaten bald noch wichtiger für das Ranking werden. Webmaster sollten ihre Video-Strategie auf eine saubere technische Basis stellen. Die Überwachung der Search Console wird entscheidend sein. Dort werden neue Fehler bei der Umsetzung der Creator- und Interaction-Properties gemeldet werden.