JPEG XL Format wird von Google Images und Discover nicht unterstützt

Veröffentlicht: 2026-10-25
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 3 min

Was ist passiert?

Google unterstützt das Bildformat JPEG XL derzeit nicht in der Google Bildersuche und in Google Discover. John Mueller bestätigte dies über Bluesky. Bilder in diesem Format erscheinen somit nicht als Vorschaubilder in diesen spezifischen Google-Diensten.

+50 %

Kompression von JPEG XL

Das Format bietet gegenüber dem Standard-JPEG eine bessere Performance bei der Dateigröße.

Die Fakten

Die aktuelle Situation zum JPEG XL Format lässt sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • John Mueller bestätigte, dass JPEG XL aktuell nicht für die Anzeige in Google Images und als Vorschau in Discover unterstützt wird.
  • Die offizielle Dokumentation von Google führt als unterstützte Formate im src-Attribut von img: BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF.
  • JPEG XL ist ein Open-Source-Format nach ISO/IEC 18181, das eine bessere Kompression als traditionelle JPEGs bietet.
  • Das Format erlaubt eine verlustfreie Rekompression von Legacy-JPEGs mit einer Reduzierung der Dateigröße um 20%.
  • Es gibt Beobachtungen von Glenn Gabe, dass .jxl-Dateien über Filetype-Queries in Google Images indexiert erscheinen, obwohl die offizielle Unterstützung fehlt.

Was bedeutet das für Dich?

Diese Information betrifft Webseitenbetreiber, die ihre Ladezeiten optimieren und auf modernste Kompressionsstandards setzen wollen. Wer bereits JPEG XL implementiert hat oder einen Wechsel plant, muss die Sichtbarkeit in der Bildersuche und in Discover priorisieren.

Für Content-Websites und Magazine

  1. Prüfen Sie Ihren aktuellen Bildbestand auf die Endung .jxl und ersetzen Sie diese durch WebP oder AVIF. Ein Erfolg zeigt sich, wenn die Bilder wieder regulär in der Google Bildersuche und in Discover-Feeds als Thumbnails erscheinen. Der Aufwand ist bei automatisierten Konvertern gering, bei manueller Pflege hoch.
  2. Setzen Sie bei der Wahl des Formats auf WebP, da dieses in der offiziellen Liste der unterstützten Formate steht. Die Wirkung ist eine stabile Indexierung und Anzeige in allen Google-Produkten. Der Aufwand ist gering, da die meisten CMS dies nativ unterstützen.
  3. Überprüfen Sie, ob die Dateiendungen exakt mit dem Dateityp übereinstimmen, wie es die Google-Dokumentation empfiehlt. Dies verhindert Indexierungsfehler und ist durch einen einfachen Dateicheck zu prüfen. Der Aufwand ist minimal.

Für technische Implementierungen und Entwickler

  1. Implementieren Sie eine Fallback-Strategie über das HTML picture-Element, bei der JPEG XL nur für unterstützte Browser ausgeliefert wird und Google ein unterstütztes Format wie AVIF sieht. Die Wirkung ist die Nutzung der 50% besseren Kompression für Nutzer bei gleichzeitiger SEO-Sichtbarkeit. Der Aufwand ist moderat.
  2. Verifizieren Sie die Indexierung Ihrer Bilder über die Search Console und prüfen Sie, ob Bilder trotz Indexierung in Discover fehlen. Die Korrektur erfolgt durch den Wechsel auf ein gelistetes Format. Der Aufwand ist gering.

Wenn Sie nichts unternehmen und weiterhin auf JPEG XL als Primärformat setzen, riskieren Sie den vollständigen Verlust der Sichtbarkeit Ihrer visuellen Inhalte in Google Discover und der Bildersuche.

Experten-Meinung

Die fehlende Unterstützung von JPEG XL ist kein neues Muster, sondern folgt der bekannten Historie der Google-Bildformate. Erst spät wurden WebP und AVIF vollständig integriert. Dass .jxl-Dateien laut Beobachtungen von Glenn Gabe dennoch indexiert werden, ist ein bekanntes Phänomen: Indexierung bedeutet nicht automatisch visuelle Unterstützung in den Frontend-Diensten wie Discover. Es ist eine technische Diskrepanz zwischen dem Crawler und dem Rendering-System der Suchergebnisse. Wer auf Sichtbarkeit setzt, muss sich an die offiziellen Dokumentationen halten und nicht an sporadischen Indexierungsergebnissen orientieren.

Daten und Zahlen

JPEG XL bietet technische Vorteile gegenüber dem Standard-JPEG, darunter eine Kompression, die bis zu 50% besser ist. Bei der verlustfreien Rekompression von älteren JPEG-Dateien wird eine Reduzierung der Dateigröße um 20% erreicht. Diese Werte machen das Format attraktiv für die Performance, jedoch ohne Nutzen für die Google-Sichtbarkeit, solange die Unterstützung fehlt. Die offiziellen Dokumentationen listen derzeit 7 unterstützte Formate auf: BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF.

Vorteile von JPEG XL

Reduzierung der Dateigröße gegenüber JPEG

Verlustfreie Rekompression
20 %
Allgemeine Kompression
50 %

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass Google die Unterstützung für JPEG XL langfristig prüft, da das Format durch ISO/IEC 18181 standardisiert ist. Bis zu einer offiziellen Ankündigung bleibt das Format für SEO-relevante Bilder ungeeignet. Die Priorität sollte weiterhin auf AVIF und WebP liegen, da diese die beste Balance zwischen Kompressionsrate und plattformübergreifender Unterstützung bieten.

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