QUELLE: Moz Blog
Veröffentlicht: 2026-04-02
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min
Was ist passiert?
Tom Capper von Moz analysiert vier häufige Fehler, die Unternehmen beim Tracking von KI-Prompts (Suchanfragen an KI-Modelle wie ChatGPT) machen, und gibt Handlungsempfehlungen, um aussagekräftige Daten zu gewinnen.
Die Fakten
- Mentions vs. Citations: Der Fokus sollte auf Mentions (Erwähnungen) der Marke liegen, nicht nur auf Citations (direkten Quellenangaben). Eine Erwähnung durch eine Drittquelle (z.B. PCMag) ist oft glaubwürdiger als eine Selbstnennung.
- Keine traditionellen Rankings: Die Bewertung von KI-Prompts sollte nicht auf traditionellen SEO-Rankings basieren. Wichtiger sind die Gesamtzahl der Erwähnungen, der prozentuale Anteil an Antworten, in denen die Marke vorkommt, und die Art der Erwähnung (z.B. verwendete Adjektive).
- Prompt-Volumen: Unternehmen mit einer großen Markenpräsenz (wie Apple) sollten deutlich mehr Prompts tracken als traditionelle Keywords. Die Varianz bei Prompts ist höher, und sie sind tendenziell „Long-Tail“ (spezifischer).
- Head Terms vermeiden: Nutzer formulieren KI-Anfragen selten als einzelne „Head Terms“ (z.B. „Laptops“). Prompts sollten die typische, längere und natürlichere Art der Fragestellung widerspiegeln.
- Hoher Anteil neuer Prompts: Schätzungen zufolge sind etwa 15% der Suchanfragen bei Google täglich neu. Bei Prompts dürfte dieser Wert bei über 90% liegen, was bedeutet, dass die meisten Prompts nur einmal gestellt werden.
Was bedeutet das für Dich?
- Fokus auf Mentions: Überprüfe, ob deine Marke in KI-Antworten erwähnt wird, auch wenn du nicht direkt zitiert wirst. Identifiziere Möglichkeiten zur Outreach an Seiten, die dich erwähnen, um die Qualität der Erwähnung zu verbessern.
- Metriken anpassen: Ersetze traditionelle Ranking-Metriken durch die Analyse der Gesamtzahl der Erwähnungen und des prozentualen Anteils an Antworten, die deine Marke betreffen.
- Prompt-Liste erweitern: Passe die Anzahl der getrackten Prompts an die Größe deines Unternehmens an. Berücksichtige, dass Prompts im Allgemeinen eine höhere Varianz aufweisen als Keywords.
- Long-Tail Prompts verwenden: Recherchiere und tracke Prompts, die realistisch widerspiegeln, wie Nutzer tatsächlich mit KI-Modellen interagieren. Vermeide einzelne „Head Terms“.
- Themen statt Keywords: Konzentriere dich auf die Themen, die für deine Marke relevant sind, und entwickle darauf basierend eine breite Palette von Prompts.
Experten-Meinung
“This is much more about awareness. This is about being in the conversation.” – Tom Capper, Moz
Capper betont, dass KI-Prompts nicht primär auf Klickraten abzielen, sondern auf die Steigerung der Markenbekanntheit und die Teilnahme an relevanten Diskussionen.
Daten und Zahlen
- 15% der Suchanfragen bei Google sind täglich neu.
- 90%+ der Prompts könnten einzigartig sein (Schätzung).
- Unternehmen wie Apple sollten mehrere tausend bis hunderttausend Prompts tracken.
- Der Fokus sollte auf Mentions und nicht nur auf Citations liegen.
Ausblick
Das Tracking von KI-Prompts ist ein junges Feld. Die Entwicklung neuer Metriken und Tools zur Analyse der Daten wird weiter vorangetrieben. Es ist zu erwarten, dass sich die Bedeutung von KI-Prompts für die Markenpräsenz und das Suchmaschinenmarketing in Zukunft noch verstärken wird. Die Anpassung der SEO-Strategien an diese neue Realität ist entscheidend.