QUELLE: Semrush Blog

Veröffentlicht: 2026-05-09
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min

Was ist passiert?

Google hat begonnen, den Universal Commerce Protocol (UCP)-basierten Checkout in den regulären Suchergebnissen (SERP) zu implementieren. Nutzer können nun über einen „Kaufen“-Button direkt aus der Suchergebnisseite heraus über Google Pay einkaufen, ohne die Website des Händlers zu besuchen.

Die Fakten

  • UCP-Checkout im Haupt-SERP: Die Funktion wurde zuerst bei Produkten von Wayfair entdeckt und signalisiert einen wichtigen Schritt hin zu agentischem Handel.
  • UCP-Standard: Google lancierte UCP im Januar 2026 als offenen Standard in Kooperation mit Partnern wie Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart.
  • Aktuelle Verfügbarkeit: Zum jetzigen Zeitpunkt scheint UCP-Checkout ausschließlich für Wayfair-Produkte aktiviert zu sein.
  • Voraussetzungen für Händler: Für die Teilnahme am UCP-Checkout ist ein Google Merchant Center Konto mit freigeschalteten Produkten für kostenlose Einträge erforderlich.
  • Technische Implementierung: Händler benötigen ein korrekt konfiguriertes Konto mit dem native_commerce Attribut in ihrem Produktfeed, definierte Richtlinien für Rücksendungen und Versand sowie eine integrierte Google Pay Wallet Console.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Produkt-Daten überprüfen: Stelle sicher, dass deine Produkt-Strukturdaten korrekt sind. Nutze dazu Tools wie den Rohmaterial-Inhaltsansatz, um sicherzustellen, dass Google alle notwendigen Informationen erhält.
  2. Google Merchant Center optimieren: Überprüfe die Einstellungen in deinem Google Merchant Center Konto. Insbesondere das native_commerce Attribut muss korrekt gesetzt sein.
  3. UCP-Profile einrichten: Implementiere das veröffentlichte /.well-known/ucp Profil und die erforderlichen REST-Endpunkte gemäß der Google UCP Entwicklerdokumentation.
  4. Früher Zugang beantragen: Reiche das Formular für den frühen Zugang zum UCP-Checkout ein.
  5. AI-Crawling testen: Überprüfe mit einem Site Audit Tool, ob AI-Crawler deine Website effektiv crawlen können. Dies bereitet dich auf zukünftige agentische Aktionen vor.

Experten-Meinung

Die Einführung des UCP-Checkouts im Haupt-SERP ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Google agentischen Handel als reif für die Hauptschnittstelle ansieht. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung einer Zukunft, in der KI-Agenten im Namen der Nutzer recherchieren, vergleichen und nun auch Transaktionen abschließen. „Die Sichtbarkeit deiner Produkte und Aktionen wird entscheidend sein, da Agenten suchen und interagieren,“ so ein Analyst von Semrush.

Daten und Zahlen

  • Januar 2026: Der Start des Universal Commerce Protocol (UCP) als offener Standard.
  • 5 Partner: UCP wurde gemeinsam mit Shopify, Etsy, Wayfair, Target und Walmart entwickelt.
  • 100% Wayfair: Aktuell ist der UCP-Checkout ausschließlich für Wayfair-Produkte sichtbar.
  • Unbekannt: Der genaue Zeitplan für die Ausweitung auf andere Partner ist noch nicht bekannt.

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass Google den UCP-Checkout schrittweise auf weitere Partner ausweiten wird. Website-Betreiber sollten sich proaktiv auf diese Entwicklung vorbereiten, indem sie die oben genannten Handlungsempfehlungen umsetzen und sicherstellen, dass ihre Produkt-Daten optimal für agentischen Handel aufbereitet sind. Die Investition in strukturierte Daten und die Optimierung für AI-Crawler wird zukünftig noch wichtiger werden. Achten Sie auch auf die Auswirkungen auf Ihren Google Business Profile.

Quellen

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