Google Spam Update und Bildersuchdaten in GSC – SEO Pulse

Veröffentlicht: 2026-09-26
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 4 min

Was ist passiert?

Google hat das Spam Update für September 2026 gestartet und gleichzeitig die Google Search Console (GSC) um einen Filter für bildbasierte Suchen erweitert. Zudem gibt es neue Daten zu sinkenden Klicks bei Publishern und den Auswirkungen des AI-Mode auf die Weiterleitungsrate zu externen Websites.

−40,2 Prozent

Traffic aus Google Suche bei Publishern

Der Rückgang erfolgte im Zeitraum von Juli 2025 bis Juli 2026, nachdem er im Vorjahr bereits um 21,9 Prozent sank.

Die Fakten

  • Das Spam Update begann am 24. September um 9:15 Uhr PDT und weist ein Rollout-Fenster von bis zu zwei Wochen auf.
  • In der Search Console gibt es nun einen multimodalen Filter für Suchtypen unter „Web“, der Daten von Google Lens, Circle to Search, Bild-Uploads und der Chrome-Funktion „Bild suchen“ bündelt.
  • Die Auswertungen für bildbasierte Suchen liefern Informationen auf Seitenebene, bieten jedoch keine spezifischen Query-Daten an.
  • Laut Chartbeat sank der Traffic aus der Google Suche bei Publishern im Zeitraum von Juli 2025 bis Juli 2026 um 40,2 Prozent, nachdem er im Vorjahr bereits um 21,9 Prozent zurückging.
  • Ein Feldexperiment mit 1.100 Teilnehmenden zeigt, dass die Klickrate auf externe Websites im AI-Mode um 18,8 Prozentpunkte niedriger liegt als bei der regulären Google Suche.

Was bedeutet das für Dich?

Die aktuellen Neuerungen betreffen primär SEOs, die auf visuelle Inhalte setzen oder große Content-Portale (Publisher) verwalten. Wer keine Bildstrategie verfolgt oder keine Abhängigkeit von News-Traffic hat, kann die GSC-Filter und Publisher-Statistiken ignorieren.

Für Content-Strategen und E-Commerce

  1. Analyse der bildbasierten Einstiegsseiten: Aktiviere den neuen multimodalen Filter in der GSC, um zu identifizieren, welche Produkt- oder Artikelseiten über Google Lens oder Bild-Uploads erreicht werden. Ein Erfolg zeigt sich, wenn die Klickzahlen für spezifische visuelle Assets steigen; der Aufwand ist gering, da es sich um eine reine Filter-Einstellung handelt.
  2. Vergleich von Bild- und Text-Traffic: Gleiche die Daten der bildbasierten Suchen mit den klassischen Text-Queries nach Land und Gerät ab. Du erkennst eine Wirkung, wenn du Diskrepanzen in der Nutzerintention zwischen Bild- und Textsuche findest und die UX entsprechend anpasst; der Aufwand ist moderat.
  3. Überwachung des Spam-Rollouts: Gleiche Ranking-Schwankungen in der GSC exakt mit dem Zeitraum ab dem 24. September ab. Ein Erfolg ist die frühzeitige Identifikation von Verstößen gegen die Spam-Richtlinien, bevor das zweiwöchige Fenster schließt; der Aufwand ist gering.

Für technische SEOs

  1. Implementierung automatisierter URL-Tests: Richte ein Monitoring für kritische Seiten ein, um Fehlerseiten abzufangen, bevor Googlebot sie als stabilen Zustand indexiert und fälschlicherweise externe Kanonicals (z. B. Casino-Seiten) zuweist. Die Wirkung ist die Vermeidung von De-Indexierungen; der Aufwand ist moderat bis hoch, je nach Automatisierungsgrad.
  2. Überprüfung der internen Traffic-Quellen: Analysiere den Anteil von Direct- und Dark-Social-Traffic im Vergleich zu Google Search, um die Abhängigkeit von der Suchmaschine zu reduzieren. Eine positive Entwicklung ist ein steigender Anteil an kontrollierbaren Traffic-Quellen; der Aufwand ist moderat.

Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, riskierst du bei technischen Fehlern eine De-Indexierung durch fehlerhafte Kanonicals oder übersiehst Potenziale in der visuellen Suche.

Experten-Meinung

Das aktuelle Muster zeigt eine Verschiebung der Verantwortung auf den Website-Betreiber. Während Google früher klare Zielsetzungen für Updates nannte, bleibt das September-Update vage. John Mueller rät dazu, Fehlerseiten abzufangen, bevor Googlebot sie findet. Die Tendenz geht dahin, dass die Erklärung von Ranking-Verlusten oder -Gewinnen zunehmend in den eigenen Daten und nicht mehr in offiziellen Google-Statements liegt. Das Rollout-Fenster von zwei Wochen ist ungewöhnlich, da vorherige Updates im Jahr 2026 maximal 2 Tage und 16 Stunden dauerten. Dies deutet auf eine komplexere Evaluierung der Spam-Muster hin.

Daten und Zahlen

Die quantitative Entwicklung bei Publishern zeigt eine Beschleunigung des Traffic-Verlusts: Der Rückgang stieg von 21,9 Prozent im ersten Jahr auf 40,2 Prozent im Zeitraum bis Juli 2026. Parallel dazu verschlechterten sich die Werte für Discover von 6,6 Prozent auf 34,3 Prozent. Im Bereich der KI-Integration belegt das Experiment mit 1.100 Teilnehmenden einen Rückgang der Klickrate um 18,8 Prozentpunkte im AI-Mode. Diese Zahlen verdeutlichen den Druck auf die organische Sichtbarkeit, während die Nutzung des AI-Mode in der Baseline-Phase bei nur 0,6 Prozent der Suchen lag.

Traffic-Rückgang Publisher

Sinken der Google-Suche-Klicks bei Publishern

Vorjahr
21,9 %
Juli 2025-2026
40,2 %

Ausblick

In den kommenden zwei Wochen wird sich zeigen, ob das Spam Update spezifische Content-Typen oder Link-Netzwerke ins Visier nimmt. Parallel dazu wird die Ausweitung der multimodalen Berichte auf den generativen KI-Performance-Report mehr Transparenz über die Sichtbarkeit in AI-gestützten Suchen bringen. Die Herausforderung für Agenturen wird darin bestehen, den sinkenden Search-Traffic durch die Stärkung kontrollierbarer Kanäle wie Direct- und Internal-Traffic auszugleichen.

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