Veröffentlicht: 2026-08-11
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 2 min
Was ist passiert?
Google hat signifikante Änderungen an den Google Business Profile Guidelines vorgenommen und wichtige technische Klarstellungen zur Indexierung von hreflang-URLs veröffentlicht. Parallel dazu deutet ein verstärktes Crawling-Verhalten von Meta auf den Aufbau einer eigenen Suchmaschine hin.
Die Fakten
- Google Business Profile: Die Richtlinien verbieten nun explizit die Wiederholung des Geschäftsnamens in mehreren Skripten oder Sprachen (z. B. kein paralleles Listing in Lateinisch und Kyrillisch).
- Hreflang-Indexierung: Gary Illyes bestätigte, dass hreflang-Alternativ-URLs nicht im klassischen Sinne indexiert werden, sondern primär als Alternativen zur Haupt-URL gespeichert bleiben.
- KI-Kennzeichnung in Ads: Die KI-Labels für generierte Anzeigen weiten sich von den Suchergebnissen nun auf das Local Pack und Google Discover aus.
- Google Search UI: Auf der Startseite werden neue AI-Buttons („Create images“, „Ask about files“, „Brainstorm“) unter dem Suchfeld getestet.
- Microsoft Advertising: Ein neues Feature namens „Bulk edit disapproved assets“ ermöglicht die globale Massenbearbeitung und den Widerspruch gegen abgelehnte Assets.
Was bedeutet das für Dich?
Die aktuellen Änderungen erfordern sofortige Anpassungen im Local SEO und im internationalen technischen Setup. Gehe wie folgt vor:
- Audit der Google Business Profiles: Prüfe alle Einträge auf mehrsprachige Namenswiederholungen. Entferne redundante Transliterationen, um eine Suspendierung des Profils zu vermeiden.
- Hreflang-Strategie anpassen: Verlasse dich nicht darauf, dass Alternativ-URLs eigenständiges Ranking-Potenzial durch Indexierung aufbauen. Fokussiere die Optimierung auf die primäre Ziel-URL pro Sprache/Region.
- Ad-Creatives prüfen: Da KI-Labels nun im Local Pack erscheinen, solltest du die Klickraten (CTR) deiner KI-generierten Anzeigen im Vergleich zu manuellen Assets messen, um potenzielle Vertrauenseinbußen zu identifizieren.
- Microsoft Ads Workflow: Nutze die Bulk-Edit-Funktion, um die Zeit für das Asset-Management zu reduzieren und die Anzeigenlaufzeit durch schnellere Einsprüche zu erhöhen.
Experten-Meinung
Die Aussage von Gary Illyes zu hreflang unterstreicht die Rolle dieser Tags als reine Steuerungselemente und nicht als Indexierungshilfe. Dies ist ein wichtiger technischer Fakt, da viele SEOs fälschlicherweise davon ausgehen, dass jede hreflang-URL einen eigenen „Index-Slot“ benötigt. In Kombination mit der aktuellen Google Search Ranking Volatilität zeigt sich, dass Google die Struktur der Suchergebnisse zunehmend effizienter und KI-gestützter organisiert.
Daten und Zahlen
- 300% Steigerung: Eine Fallstudie zeigt, dass Postcode Bidding bei Local Inventory Ads die Impressions um 300% steigern konnte.
- 40% Umsatzplus: Dieselbe Strategie führte zu einer Steigerung der lokalen Verkäufe um 40%.
- 765 Unternehmen: Eine Analyse von 765 lokalen Betrieben liefert neue Erkenntnisse über die Struktur von GBP-Review-Fragen.
Ausblick
Der Markt bewegt sich in Richtung „Agentic Commerce“. Mit der Entwicklung von Metas potenzieller Suchmaschine und den neuen KI-Buttons von Google verschiebt sich der Fokus von der reinen Keyword-Optimierung hin zur Optimierung für KI-Agenten. Besonders im EU-Raum sind neue Chrome-Features wie „Skills in Chrome“ und „Universal Commerce Protocol“ zu erwarten, die das Shopping-Erlebnis direkt in den Browser integrieren.