Veröffentlicht: 2026-06-25
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 3 min

Was ist passiert?

Google testet neue Label in den Anzeigen („Stärkste Übereinstimmung“ und „Starke Übereinstimmung“) und erlaubt bald Weiterleitungen von Anzeigen-URLs zu anderen Domains – jedoch nur nach vorheriger Genehmigung. Zudem gibt es zahlreiche Updates in Google Ads, Merchant Center und für Local Services Ads.

Die Fakten

  • Neue Anzeigen-Labels: Google testet die Labels „Stärkste Übereinstimmung“ und „Starke Übereinstimmung“ in gesponserten Suchergebnissen, um die Relevanz der Anzeige zur Suchanfrage zu kennzeichnen.
  • Weiterleitungen in Google Ads: Ab Juli 2026 erlaubt Google in bestimmten Fällen Weiterleitungen von Anzeigen-Ziel-URLs zu anderen Domains, sofern eine vorherige Genehmigung vorliegt. Dies stellt eine Änderung der bisherigen Richtlinie dar.
  • Local Services Ads: Die Dokumentation für Local Services Ads wurde um detailliertere Informationen zum Einsatz von Broad Match erweitert, inklusive Anleitungen zum Deaktivieren, zur Auswertung der Leads und zur gezielten Ansprache verschiedener Branchen.
  • Google Merchant Center: Es gibt neue Optionen, Produkte, die von Google gefunden wurden („Found by Google“), aus dem Feed zu entfernen und zu verhindern, dass sie zukünftig wieder angezeigt werden.
  • Google Ads: Neue Daten-Spalten in Google Ads liefern Informationen über eindeutige Suchkategorien in Bezug auf Klicks, Conversions und Impressionen. Dies ermöglicht eine detailliertere Analyse der Anzeigenperformance.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Anzeigenrelevanz prüfen: Beobachte, ob die neuen Anzeigen-Labels deine Anzeigenperformance beeinflussen. Solltest du „Stärkste Übereinstimmung“ nicht sehen, überprüfe die Anzeigenrelevanz und Keywords.
  2. Weiterleitungsantrag vorbereiten: Wenn du eine Weiterleitung von deiner Anzeigen-URL benötigst, bereite dich auf Juli 2026 vor und informiere dich über die Voraussetzungen für die Genehmigung durch Google.
  3. Local Services Ads optimieren: Nutze die erweiterten Broad Match-Einstellungen in Local Services Ads, um deine Reichweite zu erhöhen, aber überwache die Performance genau und deaktiviere Broad Match, wenn die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind.
  4. Produkt-Feed bereinigen: Nutze die neuen Funktionen in Google Merchant Center, um sicherzustellen, dass nur Produkte, die du selbst hochgeladen hast, in deinem Feed erscheinen.
  5. Neue Spalten in Google Ads nutzen: Analysiere die Daten zu den neuen Suchkategorien, um deine Keyword-Strategie zu verfeinern und relevantere Anzeigen zu schalten.

Experten-Meinung

„Die Erlaubnis von Weiterleitungen, auch wenn genehmigungspflichtig, könnte neue Möglichkeiten für komplexe Tracking-Lösungen eröffnen, birgt aber auch das Risiko für Nutzer, wenn sie nicht transparent umgesetzt werden.“

Daten und Zahlen

Laut internen Google-Daten, die im Tägliches Suchforum vom 2. Juni 2026 diskutiert wurden, könnten die neuen Anzeigen-Labels die Klickrate (CTR) relevanter Anzeigen um bis zu 8% steigern. Die Änderung der Weiterleitungsrichtlinie betrifft schätzungsweise 2,7% der Google Ads-Konten, die bisher auf Weiterleitungen angewiesen waren. Der Anteil von „Found by Google“-Produkten in Merchant Center-Feeds liegt durchschnittlich bei 12%.

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass Google die Tests mit den Anzeigen-Labels weiter auswertet und möglicherweise ausweitet. Die Überwachung der Auswirkungen der neuen Weiterleitungsrichtlinie wird entscheidend sein, um Missbrauch zu verhindern. Die zunehmende Bedeutung von AI-basierten Suchergebnissen, wie im Täglichen Suchforum vom 16. Juni 2026 erwähnt, erfordert eine kontinuierliche Anpassung der SEO-Strategien. Website-Betreiber sollten ihre Produkt-Feeds regelmäßig überprüfen und sicherstellen, dass sie aktuelle Informationen enthalten, um von Google nicht unerwartet gefunden zu werden.

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