QUELLE: Search Engine Journal

Veröffentlicht: 2026-05-16
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 3 min

Google’s neue KI-Suche: AEO und GEO sind noch kein SEO

Was ist passiert?

Google hat eine neue Anleitung zur Optimierung für KI-Funktionen in der Suche veröffentlicht, welche klarstellt, dass AEO (Answer Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization) derzeit als Teil der traditionellen SEO betrachtet werden und keine separaten Disziplinen darstellen. Taktiken wie `llms.txt`-Dateien, Content Chunking und spezielle Schema-Markup werden als unnötig eingestuft.

Die Fakten

  • AEO und GEO sind Teil von SEO: Google definiert AEO und GEO als Aspekte der Sucherfahrung und betrachtet die Optimierung für generative KI daher als Teil der allgemeinen SEO-Strategie.
  • `llms.txt` und spezielle Markup sind irrelevant: Die Erstellung von maschinenlesbaren Dateien oder speziellen Markups zur Verbesserung der Darstellung in KI-generierten Antworten ist laut Google nicht erforderlich.
  • Content Chunking ist nicht notwendig: Google gibt an, dass ihre Systeme komplexe Inhalte verstehen und relevante Abschnitte für KI-Antworten extrahieren können, ohne dass eine Aufteilung in kleinere Teile notwendig ist.
  • Umschreiben für KI ist nicht erforderlich: Das Anpassen von Inhalten, um jedes Keyword abzubilden, ist nicht notwendig, da Google die Bedeutung und Synonyme versteht.
  • Inauthentische Erwähnungen sind wenig hilfreich: Das gezielte Generieren von Erwähnungen in Blogs und Foren ist weniger effektiv als die Konzentration auf qualitativ hochwertige Inhalte, da Google-Algorithmen auf Qualität und Spam-Filterung ausgerichtet sind.

Was bedeutet das für Dich?

Konzentriere Dich auf bewährte SEO-Praktiken und ignoriere unnötige Taktiken. Hier sind konkrete Schritte:

  1. Fokus auf hochwertige Inhalte: Erstelle einzigartige, informative Inhalte, die über reine „Commodity“-Themen hinausgehen und einen echten Mehrwert bieten.
  2. Technische SEO optimieren: Stelle sicher, dass deine Seiten indexierbar sind, semantisches HTML verwenden und für JavaScript optimiert sind. Achte auf eine gute Seitenladezeit und reduziere doppelten Content.
  3. Lokale und E-Commerce SEO: Nutze Google Merchant Center und Google Unternehmensprofile, um deine Produkte und dein lokales Geschäft in KI-basierten Antworten sichtbar zu machen.
  4. Agentic Experiences beobachten: Informiere dich über die Universal Commerce Protocol (UCP) und Web.dev-Richtlinien, um dich auf zukünftige agentische Erfahrungen vorzubereiten, aber priorisiere dies aktuell nicht.

Experten-Meinung

„Die Positionierung von Google ist klar: Die Grundlagen der SEO bleiben relevant. Der Fokus sollte auf qualitativ hochwertigen Inhalten und einer soliden technischen Basis liegen, anstatt sich auf kurzlebige Taktiken zu konzentrieren, die für KI-Spezifische Algorithmen entwickelt wurden,“ – Gary Illyes und Cherry Prommawin, Google Search Central Live.

Daten und Zahlen

Laut Google können ihre Systeme komplexe Inhalte mit mehreren Themen verstehen und relevante Ausschnitte für KI-Antworten auswählen. Dies bedeutet, dass eine künstliche Aufteilung des Contents in kleine Abschnitte (Chunking) keinen Vorteil bietet. Die Veröffentlichung der neuen Richtlinien Google’s new AI Search Guide signalisiert eine klare Abkehr von einigen der aggressiveren AEO/GEO-Strategien, die in der SEO-Industrie propagiert wurden.

Ausblick

Google deutet an, dass die Optimierung für agentische Erfahrungen (KI-Agenten, die Aufgaben im Auftrag des Nutzers ausführen) ein zukunftsorientiertes Thema ist, aber aktuell keine hohe Priorität hat. Die Entwicklung der UCP und die Integration von Agenten in die Suche werden in den kommenden Monaten und Jahren weiter beobachtet werden müssen. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Anforderungen an Websites im Zusammenhang mit agentischen Erfahrungen weiterentwickeln werden. Google KI-Suche: Mehr Links ohne neue Klickdaten zeigt die Entwicklung der KI Suche auf.

Quellen

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