Google Business Profile: Der Guide zu Google My Business

Veröffentlicht: 2026-10-27
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 4 min

Was ist passiert?

Google hat die Benennung von Google My Business zu Google Business Profile (GBP) geändert. Die funktionale Basis bleibt identisch: Es handelt sich um ein kostenloses Tool zur Steuerung der Unternehmenspräsenz in der Google Suche und in Google Maps. Die Optimierung zielt darauf ab, Klicks, Anrufe und Rezensionen durch präzise Informationen zu steigern.

Was zu tun ist
  1. Prüfung des Inhaberstatus
  2. Vollständige Profiloptimierung
  3. Aktives Rezensionsmanagement
  4. Übernahme von Fremdprofilen
  5. Implementierung einer Local SEO Strategie

Die Fakten

Das Google Business Profile basiert auf drei zentralen Ranking-Faktoren: Relevanz, Entfernung und Prominenz. Die Verwaltung erfolgt entweder über die Suche nach dem Unternehmensnamen und der Stadt oder über den Suchbegriff „my business“.

Es gibt zwei Arten von bestehenden Einträgen: automatische Einträge, die Google aus anderen Webseiten generiert hat, und Einträge, die von Dritten erstellt wurden. Letztere erfordern eine Zugriffsanfrage, auf die der aktuelle Inhaber 3 Tage Zeit zur Reaktion hat.

Die Verifizierung erfolgt je nach Unternehmen, Standort und Öffnungszeiten über unterschiedliche Methoden. Google empfiehlt die Videoverifizierung, sofern diese verfügbar ist. Andere Optionen sind Telefonanrufe, SMS, E-Mails oder Postkarten.

Ein vollständiger Setup-Prozess für neue Profile umfasst sechs Schritte: Hinzufügen des Unternehmens, Festlegung von Name und Kategorie, Standortangabe, Definition des Einzugsgebiets, Eingabe der Kontaktdaten und die finale Verifizierung.

Die Optimierung des Profils erfolgt durch die Pflege genauer Daten, das Hinzufügen von Fotos, das Beantworten von Rezensionen und das Veröffentlichen von Beiträgen.

Was bedeutet das für Dich?

Diese Anpassungen betreffen alle Unternehmen mit lokalem Bezug sowie Agenturen, die die Sichtbarkeit ihrer Kunden steuern. Wer keine physische Adresse hat, aber Vor-Ort-Dienstleistungen anbietet, ist ebenfalls betroffen, muss jedoch bei Inhaberwechseln den Support kontaktieren.

Für lokale Dienstleister und inhabergeführte Betriebe

  1. Prüfung des Inhaberstatus: Suche nach deinem Unternehmen in Google und klicke auf „Vorschlagen zur Bearbeitung“ oder „Inhaber dieses Unternehmens?“, um zu prüfen, ob das Profil bereits existiert. Du erkennst den Erfolg daran, dass du Zugriff auf das Dashboard erhältst. Der Aufwand ist gering und dauert wenige Minuten.
  2. Vollständige Profiloptimierung: Hinterlege präzise Kategorien, aktuelle Telefonnummern und die Website-URL. Die Wirkung misst du an einer Steigerung der Klicks und Anrufe in der Google Search Console und im GBP-Dashboard. Der Aufwand ist moderat, da die Daten einmalig gepflegt werden müssen.
  3. Aktives Rezensionsmanagement: Beantworte jede eingegangene Bewertung und lade regelmäßig neue Fotos hoch. Ein Erfolg zeigt sich in einer höheren Konversionsrate von Impressionen zu Interaktionen. Dieser Schritt erfordert einen kontinuierlichen, geringen Zeitaufwand.

Für Agenturen und SEO-Verantwortliche

  1. Übernahme von Fremdprofilen: Fordere über die Funktion „Zugriff anfordern“ die Rolle als „Management“ an, sofern du nicht der Eigentümer bist. Die Wirkung ist die technische Kontrolle über den Eintrag nach der Bestätigung durch den Kunden. Der Aufwand ist gering, erfordert jedoch eine Abstimmung mit dem Kunden.
  2. Implementierung einer Local SEO Strategie: Gleiche die Daten im Profil mit den Onpage-Daten der Webseite ab. Die Wirkung ist eine Verbesserung der lokalen Sichtbarkeit in Google Maps. Der Aufwand ist hoch, da eine konsistente Datenpflege über alle Kanäle hinweg nötig ist.

Wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, bleiben Profile unvollständig oder in den Händen Dritter, was dazu führt, dass potenzielle Kunden zu Wettbewerbern mit optimierten Profilen wechseln.

Experten-Meinung

Die Umbenennung von Google My Business zu Google Business Profile ist primär ein kosmetisches Update. Die zugrundeliegenden Mechanismen der lokalen Sichtbarkeit bleiben stabil. Es ist ein bekanntes Muster bei Google, Tools zu rebranding, während die Logik der Relevanz und Prominenz bestehen bleibt.

Lokale Ergebnisse auf Google basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Prominenz.

Dies unterstreicht, dass technische Präzision wichtiger ist als die Beachtung von Trends. Die Integration in KI-gestützte Suchen macht die Datenqualität im GBP noch kritischer, da die KI auf diese strukturierten Informationen zugreift.

Daten und Zahlen

Die zeitliche Komponente bei der Profilübernahme ist strikt definiert: Inhaber, die eine Anfrage für den Zugriff auf ein Profil erhalten, haben 3 Tage Zeit, um darauf zu reagieren. Die Erstellung eines neuen Profils von Grund auf ist in etwa 15 Minuten möglich, sofern alle Informationen vorliegen. Die Ranking-Faktoren sind qualitativ in die Kategorien Relevanz, Entfernung und Prominenz unterteilt, wobei keine prozentuale Gewichtung durch Google kommuniziert wurde. Die Verifizierungsmethoden variieren je nach Unternehmenstyp und Standort.

Ausblick

Die weitere Entwicklung wird eine noch tiefere Integration von GBP in die KI-gestützte Suche zeigen. Unternehmen müssen ihre Daten konsistent halten, da die Abhängigkeit von automatisierten Datenquellen zunimmt. Die Verifizierungsprozesse werden voraussichtlich strenger werden, wobei die Videoverifizierung den Standard für den Inhabernachweis bilden wird. Die Überwachung der Status-Spalte im Google Business Profile Manager wird für Agenturen mit mehreren Standorten zum Standard-Monitoring-Tool.

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