Google zeigt nun Anzahl der Nutzer für „Preferred Source“-Website-Auswahl

Veröffentlicht: 2026-10-06
Autor: Marcel Christen | Seoholics
Lesezeit: 3 min

Was ist passiert?

Google informiert Website-Betreiber nun über die Nutzung der Funktion Preferred Source. Dabei handelt es sich um die Option für Nutzer, eine Webseite als bevorzugte Quelle festzulegen. Google versendet diese Daten aktuell per E-Mail an die entsprechenden Inhaber.

Was zu tun ist
  1. Prüfe deinen E-Mail-Posteingang auf Nachrichten von Google.
  2. Analysiere die Korrelation zwischen diesen Zahlen und deinem Traffic.
  3. Platziere den Preferred-Source-Button prominenter auf deinen Artikelseiten.
  4. Überprüfe die E-Mail-Daten im Kontext deiner Markenbekanntheit.
  5. Teste die Platzierung des Auswahl-Buttons im Checkout oder im Kundenkonto.
  6. Nutze die Daten für dein Marketing-Reporting.

Die Fakten

Die Funktion Preferred Source ermöglicht es Nutzern, eine Website gezielt als Favoriten für Google zu markieren. Diese Auswahl beeinflusst die Sichtbarkeit in speziellen Bereichen der Suchmaschine. Betroffen sind vor allem die Google Schlagzeilen und die AI Overviews. Letztere sind die KI-generierten Zusammenfassungen am Anfang der Suchergebnisse. Ebenfalls profitieren die Darstellung im AI Mode sowie in Google Discover, dem personalisierten Feed für Nutzer.

Bisher fehlten den Betreibern jegliche Daten über die Anzahl der Nutzer, die diese Auswahl getroffen haben. Google hat diese Informationslücke nun geschlossen. Die Benachrichtigung erfolgt derzeit über den Versand von E-Mails. Es ist aktuell nicht bekannt, ob die Daten dauerhaft in die Search Console integriert werden. Die Search Console ist das kostenlose Analyse-Tool von Google für Website-Besitzer.

Was bedeutet das für Dich?

Diese Nachricht betrifft Betreiber von Websites und Onlineshops, die bereits an dem Programm für bevorzugte Quellen teilnehmen. Wer bisher keinen Button zur Auswahl als Preferred Source implementiert hat, ist von diesen E-Mails nicht betroffen.

Für kleine Websites und Blogs

  1. Prüfe deinen E-Mail-Posteingang auf Nachrichten von Google. Du erkennst den Erfolg an der konkreten Zahl der Nutzer, die dich als Quelle gewählt haben. Der Aufwand ist sehr gering und dauert wenige Minuten.
  2. Analysiere die Korrelation zwischen diesen Zahlen und deinem Traffic. Vergleiche die Nutzerzahlen aus der Mail mit den Klicks aus der Search Console. Du siehst so, ob die Preferred-Source-Auswahl tatsächlich zu mehr Besuchen führt. Der Aufwand ist mittel, da ein Datenabgleich nötig ist.
  3. Platziere den Preferred-Source-Button prominenter auf deinen Artikelseiten. Du erkennst die Wirkung an einer steigenden Anzahl von Nutzern in zukünftigen Benachrichtigungen. Der Aufwand ist gering, sofern das CMS dies zulässt.

Für Onlineshops

  1. Überprüfe die E-Mail-Daten im Kontext deiner Markenbekanntheit. Setze die Zahl der Nutzer ins Verhältnis zu deinen Gesamtaufrufen. So erkennst du, wie loyal deine Kundenbasis gegenüber deiner Marke ist. Der Aufwand ist mittel.
  2. Teste die Platzierung des Auswahl-Buttons im Checkout oder im Kundenkonto. Du erkennst den Erfolg an einer höheren Konversionsrate der Button-Klicks. Der Aufwand ist hoch, da technische Anpassungen im Shop-System nötig sind.
  3. Nutze die Daten für dein Marketing-Reporting. Dokumentiere die Anzahl der Preferred-Source-Nutzer als KPI für die Markenbindung. Ein KPI ist eine Kennzahl zur Messung des Erfolgs. Der Aufwand ist gering.

Wenn du nichts unternimmst, verschenkst du die Chance, deine Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchergebnissen gezielt zu steigern. Du bleibst blind gegenüber der Loyalität deiner Nutzer in Bezug auf die Google-KI.

Experten-Meinung

Die Einführung dieser Zahlen ist ein wichtiger Schritt für die Messbarkeit von KI-SEO. Bisher war die Funktion Preferred Source eine „Black Box“. Man konnte den Button einbauen, wusste aber nicht, ob Nutzer ihn tatsächlich nutzen. Dass Google nun Zahlen per Mail versendet, zeigt, dass die Funktion intern an Bedeutung gewinnt. Besonders die Präsenz in den AI Overviews ist kritisch. Dort konkurrieren nur wenige Quellen um die Aufmerksamkeit. Die Bestätigung durch Experten wie Glenn Gabe unterstreicht, dass Google die Transparenz für Publisher erhöht. Wer hier hohe Zahlen erreicht, stärkt seine Position als Autorität in seinem Themenfeld.

Daten und Zahlen

Aktuell gibt es keine allgemeinen statistischen Durchschnittswerte über die gesamte Nutzerbasis. Die Daten werden individuell per E-Mail an die teilnehmenden Website-Betreiber versendet. Die einzige zeitliche Einordnung ergibt sich aus der Historie. Bereits im August des vergangenen Jahres wurde seitens Google in Aussicht gestellt, dass eine solche Datenbereitstellung geprüft wird. Die Umsetzung erfolgt nun im Oktober 2026. Damit schließt Google eine Lücke in der Berichterstattung für die Preferred-Source-Funktion.

Ausblick

Die aktuelle Versandphase per E-Mail ist vermutlich nur ein erster Schritt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Google die Zahlen in die Search Console überführt. Das würde eine kontinuierliche Beobachtung der Nutzerzahlen ermöglichen. Betreiber sollten zudem beobachten, ob die Auswahl als bevorzugte Quelle die tatsächlichen Rankings in den klassischen organischen Ergebnissen beeinflusst. Die Verknüpfung von Nutzerpräferenzen und Ranking-Faktoren ist ein zentrales Thema der aktuellen Google-Entwicklung.

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