Veröffentlicht: 2026-08-31
Autor: Marcel Christen | Seoholics
Lesezeit: 3 min
Was ist passiert?
Google nutzt unterschiedliche Funktionen zur Personalisierung der Suchergebnisse. Bisher wurden „Preferred Sources“, „Tailor your Feed“ und „Search Profiles“ oft verwechselt. Ein Google-Mitarbeiter hat nun offiziell bestätigt, dass es sich dabei um separate Mechanismen handelt. Diese Tools steuern auf unterschiedliche Weise, welche Inhalte Nutzer in der Suche und in Discover sehen.
Die Fakten
- Preferred Sources erlauben es Nutzern, gezielt Webseiten auszuwählen. Diese Quellen erscheinen dann häufiger in den „Top Stories“, also den prominenten Nachrichtenkarussells in der Suche.
- Tailor your Feed ist eine Funktion, die exklusiv für Google Discover gilt. Discover ist der personalisierte News-Feed auf Mobilgeräten. Hier wird die Inhaltssteuerung über Kategorien und Themen gelöst, nicht über einzelne Quellen.
- Search Profiles fungieren als digitale Visitenkarten für Publisher. Sie bieten einen teilbaren Bereich mit Header-Bildern, Social-Media-Links und aktuellen Artikeln.
- Interaktion über Search Profiles ermöglicht es Nutzern, Publishern direkt zu folgen. Dies hilft dabei, aktuelle und korrekte Informationen über die Quelle zu finden.
- Reichweite der Preferred Sources erstreckt sich über die klassische Suche sowie den KI-Modus von Google. Dies beeinflusst die Sichtbarkeit von Blogs und lokalen Nachrichtenportalen.
Was bedeutet das für Dich?
Diese Information ist relevant für Redaktionen und Betreiber von Content-Webseiten. Sie betrifft alle, die ihre Sichtbarkeit in Google Discover und den Top Stories erhöhen wollen. Wer nur einen kleinen statischen Firmenshop betreibt, kann diese Funktionen weitgehend ignorieren.
Für Redaktionen und Content-Seiten
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Optimieren Sie Ihre Inhalte für spezifische Themenkategorien. Dies ist notwendig, weil „Tailor your Feed“ in Discover auf Kategorien statt auf Quellen basiert. Sie erkennen den Erfolg an einer steigung der Impressionen in der Google Search Console für Discover. Der Aufwand ist mittel, da eine saubere Themenstrukturierung der Inhalte nötig ist.
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Fördern Sie die Bekanntheit Ihrer Marke bei der lokalen Zielgruppe. Dies erhöht die Chance, dass Nutzer Sie aktiv als „Preferred Source“ auswählen. Ein Erfolg zeigt sich durch eine stabilere Platzierung in den Top Stories bei relevanten Keywords. Der Aufwand ist hoch, da dies kontinuierliches Marketing erfordert.
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Pflegen Sie Ihr Search Profile vollständig aus. Hinterlegen Sie aktuelle Social-Media-Links und ein hochwertiges Header-Bild. Sie erkennen die Wirkung daran, dass Nutzer über das Profil direkt zu Ihren anderen Kanälen springen. Der Aufwand ist gering, da es sich um eine einmalige Einrichtung handelt.
Ein Fehler bei der Umsetzung ist die Verwechslung von Themen- und Quellensteuerung. Wer nur auf eine einzelne Quelle setzt, ignoriert den kategoriebasierten Mechanismus von Discover. Dies führt dazu, dass man trotz hoher Markenbekanntheit in Discover-Feeds unsichtbar bleibt.
Wenn Sie nichts unternehmen, überlassen Sie die Steuerung Ihrer Sichtbarkeit rein dem Google-Algorithmus. Sie verschenken die Chance, durch die bewusste Wahl der Nutzer als bevorzugte Quelle markiert zu werden.
Experten-Meinung
Die Trennung dieser Funktionen zeigt eine klare Strategie von Google. Die Suche bewegt sich weg von einer rein algorithmischen Zuweisung hin zu einer nutzergesteuerten Kuratierung. Rajan Patel von Google bestätigte, dass Preferred Sources und das Anpassen des Discover-Feeds zwei unterschiedliche Wege sind. Dies bedeutet für Publisher, dass eine reine SEO-Optimierung nicht mehr ausreicht. Man muss nun zusätzlich die Markenbindung stärken. Nur so wird man von Nutzern aktiv ausgewählt. Das Search Profile dient dabei als Ankerpunkt für die Glaubwürdigkeit und die Auffindbarkeit der Quelle.
Daten und Zahlen
Der Quelltext enthält keine statistischen Werte oder Prozentzahlen. Die Informationen basieren auf einer qualitativen Bestätigung durch Google. Es wurde klargestellt, dass es drei unterschiedliche Funktionen gibt. Diese sind Preferred Sources, Tailor your Feed und Search Profiles. Die Wirkung dieser Tools unterscheidet sich primär durch den Ort der Ausspielung. Während Discover auf Kategorien setzt, nutzen Top Stories und der KI-Modus die Auswahl bevorzugter Quellen.
Ausblick
Google wird die Personalisierung vermutlich weiter vertiefen. Die Integration der Preferred Sources in den KI-Modus ist ein erster Schritt. Es ist zu erwarten, dass die Kontrolle der Nutzer über ihre Informationsquellen zunimmt. Publisher müssen daher lernen, ihre Community stärker an die Plattform Google zu binden. Die reine Abhängigkeit von Keywords wird durch die Bedeutung von Nutzerprofilen und Markenpräferenzen ergänzt.
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