Veröffentlicht: 2026-06-09
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min

Google hat „Search Profile“-Funktionen eingeführt, die es Nutzern ermöglichen, ihren bevorzugten Verlegern und Content-Erstellern einfacher zu folgen. Diese Profile stellen eine zentrale Anlaufstelle für aktuelle Inhalte dar und erhöhen die Sichtbarkeit in den Discover-Feeds.

Die Fakten

  • Audience-Anforderungen: Um ein Search Profile zu erhalten, müssen Ersteller mindestens 100.000 Follower auf Instagram oder X, 300.000 Follower auf TikTok oder 100.000 Abonnenten auf YouTube nachweisen.
  • Zugriffsmöglichkeiten: Search Profile sind über drei Wege erreichbar: Direkt über den Namen in Discover, über die Profile-URL und – falls vorhanden – über das Knowledge Panel.
  • Verbesserte Discover-Sichtbarkeit: Die neuen Profile erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte in den Discover-Feeds der Nutzer erscheinen, was potenziell zu mehr Traffic und Conversions führt.
  • Sharable URLs: Search Profile generieren teilbare URLs, die auf Websites, Newslettern und in Social-Media-Bios integriert werden können, um die Online-Präsenz zu vereinheitlichen.
  • Knowledge Panel-Potenzial: Google bestätigt, dass die Erstellung eines Search Profiles in einigen Fällen zur Erstellung eines Knowledge Panels führen kann, was die Sichtbarkeit weiter verbessert.

Was bedeutet das für Dich?

  1. Überprüfe deine Berechtigung: Gehe zu profile.google.com, um zu prüfen, ob du bereits ein Profile besitzt.
  2. Claim dein Profile: Falls du berechtigt bist, aber noch kein Profile hast, gehe zu profile.google.com/claim und melde dich mit dem gewünschten Konto an.
  3. Verknüpfe deine Konten: Verknüpfe deine Social-Media-Konten, die die Mindestanforderungen erfüllen (100.000 Follower/Abonnenten).
  4. Optimiere dein Profile: Fülle dein Profile vollständig aus und füge die generierte URL auf deiner Website, in deinem Newsletter und in deinen Social-Media-Bios hinzu.
  5. Beobachte die Auswirkungen: Analysiere die Veränderungen in deinem Discover-Traffic und deinen Conversion-Raten.

Experten-Meinung

Die Einführung von Search Profiles ist ein signifikanter Schritt von Google, um die Beziehung zwischen Content-Erstellern und Nutzern zu stärken. Die Möglichkeit, Inhalte zentral zu bündeln und die Reichweite über Discover zu erhöhen, bietet erhebliche Vorteile. Es ist entscheidend, die Audience-Anforderungen zu erfüllen und das Profile aktiv zu pflegen, um maximale Wirkung zu erzielen.

Daten und Zahlen

Die Veröffentlichung von Search Profiles erfolgt in einer Zeit, in der viele Verleger einen Rückgang des Traffics von Google verzeichnen. Laut einer aktuellen Studie sank der Google-Traffic für Verleger im ersten Quartal 2024 um durchschnittlich 15% im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig beobachten sie einen Anstieg der Bedeutung von Social-Media-Plattformen als Traffic-Quelle; 32% der Verleger sehen Social Media bereits jetzt als primäre Einnahmequelle. Die Einführung von Search Profiles könnte diesen Trend umkehren, indem sie Google als stärkere Quelle für direkten Traffic positioniert.

Ausblick

Es ist wahrscheinlich, dass Google die Eligibility-Kriterien für Search Profiles in der Zukunft anpassen wird, um eine breitere Akzeptanz zu fördern. Die Integration mit anderen Google-Diensten, wie z.B. der Google Suche selbst, könnte weiter ausgebaut werden. Für Website-Betreiber und SEOs ist es essenziell, die Entwicklungen genau zu verfolgen und die neuen Funktionen proaktiv zu nutzen, um die Sichtbarkeit ihrer Inhalte zu maximieren. Die Optimierung für Universal Commerce kann hierbei ein wichtiger Baustein sein, um von neuen SERP-Funktionen zu profitieren.

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