Veröffentlicht: 2026-10-14
Autor: Marcel Christen | Seoholics
Lesezeit: 3 min
Was ist passiert?
Google hat die sogenannten Plattform-Eigenschaften in der Search Console weltweit ausgerollt. Damit können Webseitenbetreiber nun sehen, wie ihre Inhalte auf Plattformen wie TikTok oder Instagram in der Google-Suche erscheinen. Zusätzlich veröffentlicht Google einen Leitfaden zur Analyse der Performance von Social-Media- und Video-Inhalten.
Die Fakten
- Die Plattform-Eigenschaften sind ab sofort für alle Nutzer weltweit in der Search Console verfügbar.
- Unterstützt werden die Plattformen Instagram, TikTok, X sowie YouTube.
- Die Daten zeigen die Performance dieser Inhalte innerhalb der Google-Suche, in Google Discover und in Google News.
- Nutzer können Performance-Daten verschiedener Plattformen exportieren und in einer Tabelle gegenüberstellen.
- Die Search Console ermöglicht es nun, durch Annotationen zu prüfen, ob Änderungen an Titeln oder Bildunterschriften die Sichtbarkeit beeinflussen.
Was bedeutet das für Dich?
Diese Funktion betrifft alle Personen, die Inhalte auf Social-Media-Kanälen produzieren und diese über Google finden möchten. Sie betrifft ausdrücklich nicht Personen, die ausschließlich eine klassische Webseite betreiben und keine Profile auf den genannten Plattformen nutzen.
Für Content Creator und Redaktionen
- Verknüpfen Sie Ihre Social-Profile mit der Search Console. Sie erkennen den Erfolg daran, dass die Plattform-Eigenschaften in Ihrem Dashboard erscheinen. Der Aufwand ist gering und dauert wenige Minuten.
- Nutzen Sie den 24-Stunden-Filter in den Berichten. Damit identifizieren Sie plötzliche Traffic-Spitzen bei neuen Posts. Sie erkennen die Wirkung, wenn Sie trendende Inhalte sofort auf anderen Kanälen bewerben können. Der Aufwand ist gering, da es sich um eine einfache Filterfunktion handelt.
- Analysieren Sie die Suchbegriff-Gruppen im Insights-Bericht. Suchen Sie nach Themen, die gerade an Bedeutung gewinnen oder fallen. Dies wirkt sich positiv aus, wenn Sie Ihre nächsten Video-Themen datenbasiert planen. Der Aufwand ist mittel, da eine regelmäßige Auswertung nötig ist.
- Nutzen Sie Annotationen für Titeländerungen bei YouTube-Videos oder TikTok-Captions. Eine Annotation ist eine Notiz zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Daten. Sie sehen die Wirkung, wenn die Klickrate nach der Änderung steigt oder sinkt. Der Aufwand ist gering.
Für Onlineshops
- Exportieren Sie die Daten von YouTube, Instagram, X und TikTok in eine Tabellenkalkulation. Vergleichen Sie, welches Format am meisten Traffic für Ihre Produkte generiert. Sie erkennen den Erfolg an einer klaren Liste der performantesten Kanäle. Der Aufwand ist mittel.
- Filtern Sie gezielt nach kurzen Videos gegenüber langen Videos. So finden Sie heraus, welches Format besser in der Google-Suche funktioniert. Das Ergebnis ist eine optimierte Produktionsstrategie für Ihr Marketing. Der Aufwand ist mittel.
- Suchen Sie nach alten Videos, die plötzlich wieder an Sichtbarkeit gewinnen. Diese Inhalte sollten Sie in Ihrem Feed oben anheften oder als Teil zwei erweitern. Die Wirkung ist eine höhere Verweildauer auf Ihren Profilen. Der Aufwand ist gering.
Wenn Sie nichts unternehmen, verschenken Sie wertvolle Daten über das Nutzerverhalten. Sie wissen dann nicht, welche Suchbegriffe Ihre Kunden tatsächlich nutzen, um Ihre Social-Media-Inhalte zu finden.
Experten-Meinung
Die Integration von Social-Daten in die Search Console ist ein wichtiger Schritt. Google erkennt damit an, dass die Nutzerreise heute über viele Kanäle verläuft. Die Möglichkeit, Suchbegriff-Themen zu analysieren, bietet eine datengetriebene Inspiration für die Content-Strategie. Besonders die Funktion, Performance-Daten über verschiedene Plattformen hinweg in einer Tabelle zu vergleichen, ist ein mächtiges Werkzeug. Es erlaubt eine objektive Bewertung der Kanal-Effizienz. Wer seine Strategie bisher nur auf Bauchgefühl oder internen Plattform-Statistiken aufbaute, erhält nun die Perspektive der Suchmaschine.
Daten und Zahlen
Die Funktion ist nun weltweit verfügbar. Google bietet einen spezifischen 24-Stunden-Filter an. Dieser dient dazu, kurzfristige Trends in der Google-Suche zu erkennen. Die Analyse umfasst vier spezifische Plattformen. Hierzu zählen Instagram, TikTok, X und YouTube. Die Daten decken drei Google-Dienste ab. Das sind die klassische Suche, Discover und Google News. Es gibt keine spezifischen Prozentwerte zur Steigerung der Sichtbarkeit, aber die Daten lassen sich nun in einer einzigen Tabellenkalkulation zusammenführen.
Ausblick
Es ist zu erwarten, dass Google die Analyse-Möglichkeiten für soziale Inhalte weiter ausbaut. Die aktuelle Funktion ist eine Basis für eine tiefere Integration von Social-Signalen. Nutzer sollten nun die Feedback-Funktion in der Search Console nutzen. Damit können sie Wünsche für weitere Plattformen äußern. Die langfristige Entwicklung wird zeigen, ob Google weitere Filter für verschiedene Videoformate einführt. Die Optimierung von Social-Captions wird dadurch zu einem festen Bestandteil des technischen SEO.