Search Forum Recap: Die Highlights vom 19. Oktober 2026

Veröffentlicht: 2026-10-20
Autor: Thomas Hintz | Seoholics
Lesezeit: 4 min

Google integriert Werbeanzeigen in den AI Mode für Nutzer mit aktivierter Personal Intelligence und testet gleichzeitig die prominente Platzierung von Google Posts im lokalen Panel. Parallel dazu führt OpenAI neue Anzeigenformate und Messwerkzeuge für ChatGPT Ads ein.

Was ist passiert?

Google bricht die ursprüngliche Zusage, den AI Mode mit aktivierter Personal Intelligence werbefrei zu halten, und implementiert nun Anzeigen. Zudem gibt es Anpassungen bei den Local Service Ads und Tests zur Steuerung von Quellenpräferenzen in der AI-Sidebar. OpenAI erweitert zeitgleich das Ökosystem für ChatGPT Ads um visuelle Formate und verbesserte Performance-Daten.

Die Fakten

  • Google zeigt nun Anzeigen im AI Mode an, sofern die Personal Intelligence aktiviert ist, obwohl im März eine werbefreie Nutzung angekündigt worden war.
  • Die Position von Google Posts im lokalen Knowledge Panel wird nach einer Verschiebung an das untere Ende im Jahr 2018 wieder nach oben verschoben.
  • In der Citations-Sidebar des AI Mode testet Google einen Button für Quellenpräferenzen, über den Nutzer bevorzugte Quellen hinzufügen oder entfernen können.
  • Bei Local Service Ads entfallen die Anzeigen von Featured Professionals, während Profilfotos optional werden und die Ausspielung nicht beeinflussen.
  • OpenAI hat neue visuelle Anzeigenformate, eine überarbeitete Conversions-Seite, Performance-E-Mails und neue Messpartner für ChatGPT Ads eingeführt.

Was bedeutet das für Dich?

Diese Entwicklungen betreffen primär Agenturen und Unternehmen, die auf lokale Sichtbarkeit setzen oder bereits Budgets in KI-gestützten Werbeumgebungen einplanen. Wer rein auf organische Sichtbarkeit in klassischen SERPs setzt, ist von den unmittelbaren Anzeigen-Änderungen nicht betroffen, muss aber die Verschiebung der lokalen Elemente beobachten.

Für lokale Unternehmen und Agenturen

  1. Überprüfen Sie die aktuellen Google Posts und optimieren Sie die ersten Sätze sowie die visuellen Inhalte. Da die Posts wieder höher im lokalen Panel erscheinen, steigt die Sichtbarkeit dieser Inhalte unmittelbar. Ein Erfolg zeigt sich an einer höheren Klickrate auf die Posts in den lokalen Insights. Der Aufwand ist gering, da bestehende Inhalte aktualisiert werden.
  2. Passen Sie die Strategie für Local Service Ads an, da Featured Professionals wegfallen und Kopfbilder optional sind. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf die Qualität der Bewertungen und die Reaktionszeit. Wirkt die Maßnahme, stabilisiert sich der Lead-Fluss trotz fehlender Featured-Kennzeichnung. Der Aufwand ist minimal.

Für Performance-Marketer und AI-Strategen

  1. Analysieren Sie die neuen Anzeigenformate von ChatGPT Ads und planen Sie Testkampagnen für visuelle Assets. Die Wirkung wird über die neue Conversions-Seite und die Performance-E-Mails gemessen. Der Aufwand ist mittel, da neue Creatives erstellt werden müssen.
  2. Beobachten Sie die Integration von Anzeigen im AI Mode von Google bei aktivierter Personal Intelligence. Prüfen Sie, ob Ihre aktuellen Keyword-Strategien auch in den KI-generierten Antworten zu Conversions führen. Ein Erfolg ist an einer Steigerung der Impressionen innerhalb des AI Mode erkennbar. Der Aufwand ist gering, da primär Monitoring betrieben wird.
  3. Testen Sie die Funktion der Quellenpräferenzen im AI Mode, um zu verstehen, wie Nutzer bevorzugte Quellen definieren. Erkennt man dadurch Muster, welche Quellen als vertrauenswürdig eingestuft werden, lässt sich die Content-Strategie anpassen. Der Aufwand ist gering, da es sich um eine manuelle Prüfung handelt.

Wer diese Änderungen ignoriert, riskiert einen Verlust an Sichtbarkeit in den neuen KI-Oberflächen und verpasst die Chance, durch die prominente Platzierung von Google Posts mehr lokale Interaktionen zu generieren.

Experten-Meinung

Die erneute Verschiebung der Google Posts nach oben zeigt, dass Google das Nutzerverhalten im lokalen Panel immer noch nicht final optimiert hat. Es ist ein bekanntes Muster: Features werden implementiert, verschoben und Jahre später wieder zurückgeholt. Dass Google die Zusage zur Werbefreiheit im AI Mode revidiert, ist wenig überraschend, da die Monetarisierung der KI-Schnittstellen Priorität hat. Wie Damien Andell betont, sollte der Fokus weniger auf technischen Anpassungen liegen, sondern darauf, Inhalte zu erstellen, die so wertvoll sind, dass Google sie ranken muss.

Daten und Zahlen

Die Zeitspanne zwischen der Verschiebung der Google Posts an das Ende des Panels und der aktuellen Rückführung beträgt seit 2018. In Bezug auf die Messbarkeit von KI-Traffic gibt es einen spezifischen Befund: Für 11 Tage im September markierte Gemini seine Outbound-Links mit utm_source=gemini, was die Lücke in den normalen Analytics-Daten aufzeigte. Bei den Google Ads wurden die Cost Adjustments für Demand Gen von einem Zeitraum von 3 Wochen auf 60 Tage erweitert.

Ausblick

Es ist zu erwarten, dass die Steuerung von Quellenpräferenzen im AI Mode zu neuen Strategien in der digitalen PR führt, da die direkte Einflussnahme der Nutzer auf ihre Informationsquellen zunimmt. Parallel dazu wird die Konkurrenz zwischen Google AI Mode und ChatGPT Ads durch die Einführung neuer Messwerkzeuge und visueller Formate zunehmen. Die Beobachtung der Local Service Ads zeigt zudem, dass Google die Hürden für die Anzeigenplatzierung weiter standardisiert.

Verwandte Artikel