QUELLE: Digiday
Veröffentlicht: 2026-05-31
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 2 min
Google-Traffic sinkt: Verleger setzen auf Social Media als Einnahmequelle
Der Rückgang des Google-Traffics zwingt Verleger dazu, verstärkt auf Social-Media-Plattformen zu setzen, allerdings mit einer veränderten Strategie als in der Vergangenheit. Diese Plattformen werden zunehmend als direkte Einnahmequellen betrachtet.
Die Fakten
- Rückgang des Google-Traffics: Verleger beobachten einen deutlichen Rückgang des Referral-Traffics von Google, was auf Veränderungen durch KI-gesteuerte Suche zurückgeführt wird.
- Wachstum bei Social Media: Unternehmen wie People Inc. verzeichneten im ersten Quartal 2026 ein Wachstum von 27% bei ihren Zielgruppen auf Social-Media-Plattformen.
- Diversifizierung der Einnahmequellen: People Inc. steigerte den Umsatz aus nicht-sessionbasierten Quellen (Social Media, Native Advertising, Events) um 24% im Jahresvergleich im ersten Quartal 2026.
- Anteil nicht-sessionbasierter Einnahmen: Der Anteil nicht-sessionbasierter Einnahmen am Gesamtumsatz von People Inc. stieg von 35% im ersten Quartal 2025 auf 41% im ersten Quartal 2026.
- Ziff Davis‘ Strategie: Ziff Davis generiert aktuell mehr Engagement auf Social-Media-Plattformen als auf seinen eigenen Webseiten und Apps.
Was bedeutet das für Dich?
- Diversifizierung ist entscheidend: Reduziere die Abhängigkeit von Google-Traffic und entwickle eine diversifizierte Traffic-Strategie.
- Social-Media-Präsenz ausbauen: Investiere in den Aufbau und die Pflege einer starken Präsenz auf relevanten Social-Media-Plattformen.
- Direkte Monetarisierung auf Plattformen: Konzentriere Dich darauf, Umsätze direkt auf Social-Media-Plattformen zu generieren, z.B. durch Affiliate-Marketing oder gesponserte Inhalte.
- First-Party-Daten nutzen: Sammle und nutze First-Party-Daten, um zielgerichtete Werbekampagnen auf Social Media durchzuführen und Ergebnisse messbar zu machen.
- Outcome-basiertes Advertising: Verschiebe den Fokus von reinen Impressionen hin zu messbaren Ergebnissen wie Branded Video Views oder App-Installationen.
Experten-Meinung
„Man spielt immer noch nach den Regeln anderer. Wenn sich der Algorithmus ändert oder Prioritäten verschoben werden, muss man sich erneut anpassen. Unterschiedliche Kanäle, derselbe Vermieter.“ – Adam Steingart, unabhängiger Commercial & Growth Executive
Die Abhängigkeit von Plattformen bleibt ein Risiko, betont Steingart. Verleger sollten Plattformen als einen von mehreren Kanälen betrachten, nicht als den einzigen. Es ist wichtig, die eigenen Assets zu stärken und die Kontrolle über die eigene Zielgruppe zu behalten. Eine ähnliche Strategie, wie sie im Google I/O: SEO-Risiken, die übersehen werden Artikel diskutiert wird, ist hier angebracht.
Daten und Zahlen
Der Rückgang des Google-Traffics hat zu einer Verlagerung des Fokus auf Social Media geführt. Die Umsätze aus nicht-sessionbasierten Quellen sind gestiegen, während die Einnahmen aus traditioneller Display-Werbung gesunken sind. Dieser Trend unterstreicht die Notwendigkeit einer diversifizierten Einnahmequelle und einer stärkeren Präsenz auf Social-Media-Plattformen.
Ausblick
Verleger werden weiterhin nach Wegen suchen, ihre Abhängigkeit von Google zu reduzieren und neue Einnahmequellen zu erschließen. Social-Media-Plattformen werden voraussichtlich eine immer wichtigere Rolle spielen, aber die erfolgreiche Monetarisierung dieser Plattformen erfordert eine strategische Herangehensweise und eine klare Fokussierung auf messbare Ergebnisse. Die Entwicklung der AI-gesteuerten Suche und die damit verbundenen Veränderungen im Suchverhalten werden diesen Trend weiter beschleunigen.