Veröffentlicht: 2026-06-11
Autor: Berndt Schwanenmeisterja | Seoholics
Lesezeit: 3 min
Was ist passiert?
Die Anzahl der Suchanfragen bei Google, die zu einem Klick auf eine Website der „Open Web“ führen, sinkt drastisch. Eine aktuelle Studie zeigt einen Rückgang um 27,6%, was massive Auswirkungen auf den Website-Traffic und somit die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen hat.
Die Fakten
- 68,01% der Google-Suchanfragen enden ohne einen Klick auf eine externe Website. Dieser Anteil liegt deutlich höher als in den Vorjahren und signalisiert eine Verschiebung im Nutzerverhalten.
- Nur 27,6% der Klicks gehen mittlerweile an das „Open Web“. Dies ist ein Rückgang von 27,6% gegenüber früheren Messungen und der tiefste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen.
- Von den 32% der Suchanfragen, die *doch* zu einem Klick führen, gehen 66% auf Websites des „Open Web“. Der Rest verteilt sich auf andere Google-eigene Bereiche.
- 27% der Klicks entfallen auf Google-eigene Dienste wie AI Mode, YouTube, Google Maps und Google Bilder. Dies verdeutlicht die zunehmende Internalisierung von Suchergebnissen innerhalb der Google-Umgebung.
- Nur 6% der Klicks werden durch bezahlte Anzeigen generiert. Dies unterstreicht, dass die organische Reichweite für Websites immer schwieriger zu erreichen ist.
Was bedeutet das für Dich?
- Fokus auf Featured Snippets und Knowledge Graph: Strebe an, in Featured Snippets und dem Google Knowledge Graph zu erscheinen. Diese Ergebnisse werden oft direkt in der Suchergebnisseite angezeigt, was die Wahrscheinlichkeit eines Klicks erhöht, auch wenn die Nutzer nicht auf deine Website gehen.
- Optimierung für Google AI Overviews: Analysiere, welche Fragen deine Zielgruppe stellt und erstelle Inhalte, die präzise und umfassende Antworten liefern. Die Inhalte sollten strukturiert sein, um von der KI verarbeitet und in AI Overviews integriert zu werden. Siehe auch Google-KI-Suche optimieren: Was jetzt zu tun ist.
- Content-Diversifizierung: Erweitere deine Content-Strategie, um verschiedene Formate wie Videos (YouTube) und Bilder zu berücksichtigen. Da Google-eigene Dienste immer wichtiger werden, musst du auch dort präsent sein.
- Stärkung der Markenbekanntheit: Investiere in Branding und Direct Traffic, um die Abhängigkeit von Google-Suchergebnissen zu reduzieren.
- Überprüfung der Keyword-Strategie: Analysiere, für welche Keywords deine Website derzeit sichtbar ist und passe deine Strategie an, um Keywords zu identifizieren, die eher zu Klicks führen.
Experten-Meinung
Rand Fishkin, einer der führenden Köpfe im Bereich SEO, kommentierte die Ergebnisse: „Der Trend ist besorgniserregend. Google verschließt sich zunehmend und hält Nutzer auf seinen eigenen Plattformen. Website-Betreiber müssen sich auf neue Strategien konzentrieren, um im Wettbewerb bestehen zu können.“
Daten und Zahlen
Die Studie von Sparktoro und Similarweb analysierte die Suchergebnisse von 1.000 Google-Suchanfragen in den USA. Die Ergebnisse zeigen, dass pro 1.000 Suchanfragen nur noch 276 Klicks auf Websites des „Open Web“ gehen. Vor einigen Jahren lag dieser Wert noch deutlich höher. Der kontinuierliche Rückgang verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Google als Informationsquelle und die sinkende Bedeutung traditioneller Websites.
Ausblick
Es ist davon auszugehen, dass dieser Trend sich fortsetzen wird, insbesondere mit der weiteren Entwicklung von KI-gestützten Suchfunktionen wie AI Overviews. Website-Betreiber und SEOs müssen ihre Strategien anpassen und sich auf die Optimierung für Google-eigene Dienste und die Stärkung ihrer Marke konzentrieren. Die Entwicklung der Google KI-Suche wird hier eine zentrale Rolle spielen.