Veröffentlicht: 2026-10-07
Autor: Marcel Christen | Seoholics
Lesezeit: 3 min
Was ist passiert?
WordPress hat die Version 7.1.3 veröffentlicht. Dieses Update schließt 7 Sicherheitslücken und behebt 4 Programmierfehler. Ein kritischer Fehler verhinderte bei einigen Nutzern den kompletten Upload von Bildern. Die Entwickler empfehlen eine sofortige Aktualisierung aller betroffenen Webseiten.
- Das Update durchführen
- Die Bildfunktion prüfen
- Backup erstellen
- Update auf der Staging-Seite testen
- Live-Rollout und Funktionscheck
Die Fakten
Die neue Version 7.1.3 konzentriert sich auf die Stabilität und Sicherheit des Systems. Es wurden 7 Schwachstellen behoben. Dazu gehören ein sogenannter Stored XSS, bei dem bösartiger Code dauerhaft auf der Seite gespeichert wird. Zudem wurde ein DoS-Problem gelöst. Denial-of-Service bedeutet, dass ein Angreifer den Server durch Überlastung lahmlegen kann. Weiterhin gibt es Fixes für Second-Order SQL-Injections, welche die Datenbank manipulieren. Auch eine Lücke wurde geschlossen, durch die Nutzer mit der Rolle „Autor“ Beiträge fixieren konnten. Zudem wurden Fehler bei Kommentardaten und Imgur-Einbindungen korrigiert sowie Parameter-Kollisionen behoben. Neben der Sicherheit wurden 4 Bugs gefixt. Drei davon betrafen die Nutzererfahrung, wie etwa falsch angezeigte Website-Icons oder 404-Fehlermeldungen bei oEmbed-Endpunkten. Ein Fehler war kritisch und führte bei fehlenden PHP-Erweiterungen zu fatalen Fehlermeldungen beim Medien-Upload.
Was bedeutet das für Dich?
Diese Nachricht betrifft alle Personen, die eine Website mit WordPress betreiben. Sie betrifft sowohl kleine Blogs als auch große Onlineshops. Wer ein Managed-Hosting nutzt, bei dem der Anbieter die Updates automatisch einspielt, muss nicht selbst aktiv werden.
Für kleine Websites
- Das Update durchführen: Gehe in dein Dashboard und installiere die Version 7.1.3. Du erkennst den Erfolg an der Versionsnummer im Administrationsbereich. Der Aufwand ist minimal und dauert wenige Minuten.
- Die Bildfunktion prüfen: Lade ein Testbild in die Mediathek hoch. Wenn das Bild ohne Fehlermeldung erscheint, funktioniert dein System korrekt. Dieser Test dauert weniger als eine Minute.
Für Onlineshops
- Backup erstellen: Sichere alle Dateien und die Datenbank vor dem Update. Ein erfolgreiches Backup liegt als Datei auf einem externen Speicher vor. Der Aufwand hängt von der Größe des Shops ab.
- Update auf der Staging-Seite testen: Installiere die Version 7.1.3 zuerst auf einer Kopie deiner Website. Du siehst, dass es gewirkt hat, wenn die Staging-Seite stabil läuft und keine Fehlermeldungen ausgibt. Der Aufwand ist moderat, da die Umgebung vorbereitet werden muss.
- Live-Rollout und Funktionscheck: Übertrage das Update auf die produktive Seite und prüfe den Warenkorb sowie den Upload-Bereich. Ein Erfolg ist die normale Funktion aller Shop-Prozesse. Der Aufwand ist gering, sofern die Tests auf Staging erfolgreich waren.
Wenn du nichts unternimmst, bleibt deine Seite anfällig für die genannten Sicherheitslücken. Angreifer könnten bösartigen Code einschleusen oder deine Datenbank manipulieren.
Experten-Meinung
Aus technischer Sicht ist besonders der kritische Fehler beim Bild-Upload interessant. WordPress nutzte die PHP-Erweiterung „ext-dom“, ohne vorher zu prüfen, ob diese auf dem Server installiert ist. Eine DOM-Library ist eine Software-Bibliothek zur Verarbeitung von Dokumentenstrukturen. Fehlt diese Komponente, bricht das Programm mit einem fatalen Fehler ab. Das ist ein klassischer Fehler in der Onpage-Logik. Die Entwickler haben hier eine Empfehlung als Voraussetzung behandelt. Dass dieser Fehler erst nach 134 Tagen gemeldet wurde, zeigt, dass die meisten Hoster die nötigen PHP-Module standardmäßig bereitstellen. Dennoch ist die Sorgfalt bei der Prüfung von Server-Umgebungen essenziell für die Stabilität.
Daten und Zahlen
Die Version 7.1.3 behebt insgesamt 7 Sicherheitslücken. Parallel dazu wurden 4 Bugs korrigiert. Ein spezieller Programmierfehler führte dazu, dass der Medien-Upload komplett stoppte. Dieser Fehler blieb über einen Zeitraum von 134 Tagen unentdeckt. Erst danach ging die erste Meldung an die Entwickler ein. Die Sicherheits-Fixes werden zudem für ältere Versionen zurückportiert. Dies betrifft alle Zweige bis einschließlich WordPress 4.7. Die Backports werden nach und nach veröffentlicht, sobald sie fertiggestellt sind.
Behobene Fehler und Lücken
Ausblick
Die kurzfristige Priorität liegt auf der Installation des Updates. In der Zukunft wird WordPress vermutlich die Validierung von Server-Umgebungen verbessern. So können fehlende PHP-Erweiterungen erkannt werden, bevor ein fataler Fehler auftritt. Nutzer sollten ihre Systeme regelmäßig prüfen. Automatisierte Sicherheits-Scans helfen dabei, Schwachstellen frühzeitig zu finden. Die kontinuierliche Pflege der Versionen bleibt die wichtigste Maßnahme gegen Angriffe.